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Startet die deutsche NFL-Hoffnung durch?

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Startet die deutsche NFL-Hoffnung durch?
Startet die deutsche NFL-Hoffnung durch?

Das breite Grinsen bekam Marcel Dabo gar nicht mehr aus dem Gesicht.

Im Video-Call mit Chris Ballard, dem General Manager der Indianapolis Colts, war Deutschlands neueste NFL-Hoffnung noch komplett elektrisiert. (NFL-Transfers - die größten Trades und heißesten Gerüchte im TICKER)

Im Rahmen des International Pathway Program (IPP) ist Dabo einer der vier ausgewählten Spieler, die nun in der besten Liga der Welt spielen.

„Ich bin so glücklich. Ich habe sehr gehofft, in Indy zu landen. Die Gespräche allen haben mir das Gefühl gegeben, dass es für mich der ideale Ort ist“, erklärte der 22-Jährige. (SERVICE: NFL-Wissen - die Positionen im Football)

„Wir freuen uns auch sehr, dass du zu uns kommst. Wir haben sehr gehofft, dass es klappt. John (Fox, Senior Assistant Defense, Anm.d.Red.) war da sehr hinterher. Er hat dein Potenzial erkannt und wollte dich unbedingt haben“, schwärmte Ballard.

Dabo folgt Werner zu den Colts

Nach Björn Werner ist Dabo damit bereits der zweite deutsche NFL-Profi, auf den die Colts setzen. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Begriffe im Football)

Der Defensive Back spielte zuletzt für Stuttgart Surge in der European League of Football und wurde als Defensive Rookie des Jahres ausgezeichnet. Beim International Combine hatte er bereits für Furore gesorgt und machte schon da bei den Colts Eindruck. Das Team traf sich danach mit Dabo, jetzt schlug die Franchise im Rahmen des IPP zu.

Ab sofort muss sich Dabo dann in den USA beweisen und will es besser machen als Moritz Böhringer. Der Receiver kam 2016 ebenfalls ohne College-Erfahrung in die Liga und wurde von den Minnesota Vikings sogar im NFL-Draft ausgewählt.

Böhringer fing in seiner Karriere für die Colts und die Cincinnati Bengals aber nie einen Pass und ist bereits nach Deutschland zurückgekehrt.

Dabo: Gilmore als Konkurrent

Auch für Dabo wird es ein harter Weg. Bereits in der vergangenen Saison zählten die Colts zu den besten Defensiv-Mannschaften der Liga, das Talentlevel ist also schon hoch.

Nun kam mit Cornerback Stephen Gilmore ausgerechnet auf der Dabo-Position noch ein Superstar dazu. 2019 wurde Gilmore mit den New England Patriots Meister und als Defense-Spieler des Jahres ausgezeichnet.

Die Konkurrenz für den deutschen Neuling ist ohnehin groß. (SERVICE: NFL-Wissen - die wichtigsten Regeln im Football)

Als Teil des IPP hat der 22-Jährige in der kommenden Spielzeit definitiv einen Platz im erweiterten Kader sicher. Aber für ihn geht es darum, Argumente für eine Nominierung im Spieltags-Kader zu liefern.

Schafft er es nicht, bleibt er aber im Practice Squad und wird fernab der Spiele Erfahrungen im Training sammeln.

Dabo: Schafft er den Sprung in den Kader?

Zunächsts muss Dabo den „Roster Cutdown Day“ kurz vor dem Saisonstart (8. September) überstehen. Dann müssen die Teams ihre Kader von anfangs 90 Spielern auf 53 verkleinern. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Für Dabo bedeutet es, dass er sich gegen viele erfahrene NFL-Profis durchsetzen muss.

Aktuell haben die Colts inklusive Dabo 15 Akteure für die Positionen Cornerback und Safety im Kader.

Fast die Hälfte schafft es im Normalfall nicht in den finalen Kader und wird entweder komplett entlassen oder im Practice Squad abgestellt. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Gesetzt sind Stephon Gilmore, Rodney McLeod, Kenny Moore II, Khari Willis, Isaiah Rodgers, Armani Watts, Brandon Facyson, Julian Blackmon.

Für Dabo sind vor allem Will Redmond, Tony Brown, Chris Wilcox, Marvell Tell III, Alexander Myres, Anthony Chesley die direkten Konkurrenten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

„Du wirst gute aber auch schlechte Tage haben. Wir werden dir helfen und denken, dass du eine gute Karriere hier haben wirst. Es wird nicht einfach, aber du hast eine echte Chance. Du wirst die Arbeit reinstecken und wir werden dich fördern. und uns die Zeit nehmen“, stimmte Ballard Talent Dabo auf die nächsten Monate ein.

Als Vorbild kann dem jungen Deutschen der Weg von Jakob Johnson dienen.

Der Stuttgarter spielte zwar in den USA am College, schaffte es aber erst als Pathway-Projekt in die NFL. Bei den New England Patriots entwickelte er sich zur festen Kadergröße und unterschrieb zur neuen Saison bei den Las Vegas Raiders einen Vertrag über 1,5 Millionen Dollar.

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