Daniel Ricciardo: Racing Point hat weiterhin das drittbeste Auto

Maria Reyer
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Renault befindet sich aktuell im spannenden Kampf um WM-Rang drei - mit Racing Point und McLaren. Vor allem die rosarote Konkurrenz fürchtet Daniel Ricciardo. Der Imola-Dritte schildert, wo ihn Sergio Perez in Italien besonders beeindruckt hat und wie Renault den Titel "Best of the Rest" doch noch halten kann.

"Wenn ich mir das Rennen in Imola ansehe und die Pace von Perez, speziell zu Rennmitte. Da konnten wir nicht mithalten", gibt der Australier zu. Zwar habe ihn Racing Point in dieser Saison auch schon negativ überrascht, weil Sergio Perez oder Lance Stroll Q3 am Samstag nicht immer erreicht haben.

Aber: "Sobald sie ihr Auto besser verstanden haben, scheint es so, als würden sie ein wenig mehr Abtrieb haben als McLaren und wir im Moment. Wir müssen perfekt arbeiten, wenn wir sie schlagen wollen oder wenn wir eine bessere Strategie fahren wollen."

Ricciardo analysiert, dass Racing Point wohl insgesamt das Auto im Mittelfeld mit dem meisten Potenzial hat. "Wenn wir aber weiterhin Druck ausüben, dann können wir weiterhin im Kampf bleiben. Wir bringen weiterhin Updates und das Auto wird immer besser", ist er zuversichtlich.

Der Vorsprung der Franzosen ist allerdings denkbar gering: Nur ein Punkt trennt Renault derzeit von McLaren und Racing Point (135:134:134). "Das ist ein kleiner Abstand", weiß Ricciardo. Mit 95 Punkten konnte er den Löwenanteil der Renault-Punkte einfahren.

Teamkollege Esteban Ocon steht bei 40 Zählern, der Franzose wurde zuletzt vor allem durch technische Pannen aus den Rennen geworfen. "Ich denke, wir haben noch alle Chancen", bleibt er optimistisch. "Daniel konnte zuletzt tolle Punkte einfahren, leider gab es auf meiner Seite ein paar Probleme."

Er weiß, dass er nun ebenso möglichst viele Zähler für seine Mannschaft einfahren muss, "so wie schon zu Saisonbeginn, als wir beide in den Punkterängen landen konnten. Das müssen wir bis zum Saisonende wieder schaffen". Er möchte einen "perfekten Job" abliefern, auch wenn er nicht das stärkste Auto zur Verfügung hat.

Zu Saisonbeginn habe er vor allem auf schnellen Strecken einen leichten Renault-Vorteil erkennen können, daher rechnet er sich gute Chancen in Bahrain aus, ebenso in Abu Dhabi. "Aber es wird wieder ein enger Kampf werden."

Ricciardo merkt außerdem an, dass der R.S.20 mittlerweile bewiesen habe, dass er auch mit viel Abtrieb konkurrenzfähig sein kann. "Wir werden daher bis zum Schluss im Kampf mithalten können. Und was Esteban vorhin schon angemerkt hat: Ich denke auch, dass es besonders wichtig wird, mit beiden Autos zu punkten."

Der Sonnyboy weiß: "Jenes Team, dass die nächsten Wochenenden nahe der Perfektion abliefert, wird das Team [auf Platz drei] sein. Ganz egal, ob du das schnellste Auto hast oder nicht. Wir liegen so eng beisammen, dass das den Unterschied ausmachen wird."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.