Daniel Ricciardo: Als ich zu Renault kam, war das Team unsicher

Juliane Ziegengeist
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Mit der Umbenennung in Alpine und der damit einhergehenden Umstrukturierung bricht für Renaults Werksteam in der Formel 1 eine neue Ära an. Das Ziel ist klar definiert: Man will konstant um Podestplätze und Siege kämpfen. Erste Podien seit seinem Formel-1-Comeback 2016 verzeichnete das Team bereits im Vorjahr.

Daniel Ricciardo, der 2019 zu Renault kam, erzielte in seiner letzten Saison vor dem Wechsel zu McLaren jeweils einen dritten Platz auf dem Nürburgring und in Imola. Sein Teamkollege Esteban Ocon, der auch 2021 für Renault fährt, stand als Zweitplatzierter beim vorletzten Saisonrennen in Bahrain erstmals auf dem Podium.

Im Vergleich zu der Zeit, als er dem Team beitrat und ein beinahe "ängstliches" Umfeld vorfand, betont Ricciardo nach seinem Abschied: "Ich sah viel mehr Vertrauen im Team, gerade was das Personal angeht. Es gab ein Gefühl von 'Ja, wir können es schaffen', wohingegen am Anfang noch eine unsichere Stimmung herrschte."

Am Anfang viele Selbstzweifel bei Renault

"Das ist keine Kritik", betont der Australier. "Es ist nur so, dass das Team nicht daran gewöhnt war. Sie waren seit ein paar Jahren nicht mehr erfolgreich. Da ist es nur verständlich, ein paar Selbstzweifel zu haben." Mit der klaren Formsteigerung in der vergangenen Saison habe man diese jedoch beiseite schieben können.

Auch wenn Ricciardo während seiner Zeit bei Renault kein Rennen gewinnen konnte, ist er der Meinung, dass die Podiumsplätze den Fortschritt des Teams beweisen und zieht nach zwei Jahren ein versöhnliches Fazit. "Wenn ich es verallgemeinern soll, würde ich sagen, dass es ein Erfolg war", sagt der scheidende Renault-Pilot.

"Ich denke, es gibt verschiedene Stufen des Erfolgs. Ein wirklicher Erfolg wäre es, in den zwei Jahren einen Titel zu gewinnen, aber ein paar Mal auf dem Podium zu stehen, hat sich definitiv wie ein Erfolg angefühlt." Zu den zwei dritten Plätzen gesellten sich bei Ricciardo 2020 auch noch fünf weitere Top-5-Platzierungen.

Ricciardo: Gute Ergebnisse waren kein Zufall

Deshalb betont Ricciardo: "Es ist nicht so, dass wir zufällig ein paar gute Ergebnisse eingefahren haben. Ich glaube wirklich, dass wir konstant gut dabei waren. Es gab so viele vierte Plätze, wir konnten uns endlich durchsetzen." Dieser Umschwung sei das Ergebnis kontinuierlicher Aufbauarbeit und Weiterentwicklung.

"Er zeigt, dass die Arbeit, die im Jahr zuvor gemacht wurde, Früchte getragen hat und wir viel aus den Lehren von 2019 gelernt haben. Ich beanspruche natürlich nicht alles für mich, aber ich habe versucht, mit meinem Feedback zu helfen, so wie jeder versucht hat, vorwärts zu kommen. Insofern sehe ich es also als Erfolg."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.