Danilo Petrucci auf KTM RC16: Findet er bei Tech-3-KTM zu alter Stärke?

Sebastian Fränzschky
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Abgesehen vom überraschenden Sieg beim Regenrennen in Le Mans hielt die MotoGP-Saison 2020 für Danilo Petrucci wenig erfreuliche Momente bereit. Ein siebter Platz war das zweitbeste Ergebnis der abgelaufenen Saison, die Petrucci auf der zwölften Position der Fahrerwertung beendete. In der kommenden Saison wechselt er vom Ducati-Werksteam zum Tech-3-KTM-Team.

Bei Tech 3 ersetzt er Miguel Oliveira, der KTM-intern ins Werksteam aufsteigt. Was sagt Tech-3-Teamchef Herve Poncharal über Danilo Petrucci? "Er ist ein charmanter Typ, den ich als Freund sehr mag. Ich habe noch nie mit ihm zusammen gearbeitet. Er verfügt natürlich über Erfahrung mit Ducati, weil er dort sehr lange fuhr. Ich weiß, dass er sich bei Pramac sehr wohl fühlte", bemerkt Poncharal.

"Ich hoffe, dass er sich in Orange wohler fühlen wird als in Rot. Er hat zwei Rennen gewonnen, eins davon in Mugello im Trockenen. Das war wirklich ein wunderbarer Moment. Und dann gewann er noch einmal in Le Mans im Regen. Seine Saison war ein bisschen wechselhaft", bemerkt Poncharal und wundert sich über den 16. Platz beim Rennen in Portimao: "Das letzte Rennen war sehr enttäuschend für ihn und alle."

Poncharal ist gespannt, wie gut Petrucci mit der KTM RC16 harmonieren wird. "Wir hätten gern nach dem letzten Grand Prix getestet, doch die Situation erlaubte das nicht. Wir müssen bis Februar warten, um ihn in Sepang auf unserem Motorrad zu sehen. Dann können wir mehr sagen", kommentiert er.

"Wir haben eine positive Einstellung und müssen dem Ganzen positiv gegenüberstehen. Wir geben unser Bestes, um ihm die Waffen bereitzustellen, die er benötigt, um Leistung zu zeigen", stellt der Tech-3-Teamchef klar.

Für die Verpflichtung von Petrucci erhielt Poncharal nicht nur Lob. "Ich lass mir von Außenstehenden keinen Druck machen. Den Druck machen wir uns selbst", erklärt der Franzose, der auch 2021 wieder Erfolge feiern möchte: "Wenn man von etwas kostet, das sehr gut schmeckt, dann hat man diesen Geschmack im Mund und möchte ihn erneut schmecken."

"Man erzielt nicht immer die besten Ergebnisse, wenn man am härtesten arbeitet", weiß Poncharal aus Erfahrung. "Beim Wochenende in Portimao machten wir nichts Außergewöhnliches. Es war wie ein Traum. Und dann gibt es Wochenenden, an denen die Ergebnisse nicht gut sind und man härter dafür arbeiten muss."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.