Bayern-Stars angefressen: "Kriegen es nicht hin"

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Der FC Bayern schließt die Hinrunde mit einem Sieg ab. Beim knappen Erfolg in Augsburg braucht der deutsch Rekordmeister aber eine Menge Glück.

Elfmeter-Tor und Pfosten-Dusel: Robert Lewandowski hat den FC Bayern zu einem erfolgreichen Hinrunden-Abschluss geführt.

Der deutsche Rekordmeister hat seine Spitzenposition in der Bundesliga gefestigt - und zwar dank des Weltfußballers und dem berüchtigten Bayern-Dusel. Lewandowski schoss den deutschen Rekordmeister im bayerisch-schwäbischen Derby beim FC Augsburg mit seinem 22. (!) Saisontor zu einem 1:0 (1:0)-Zittersieg.

In der 76. Minute hatte Joker Alfred Finnbogason für den FCA mit einem Handelfmeter ans Aluminium die große Ausgleichschance verpasst.

Bayern-Kapitän Neuer: "Waren uns zu sicher"

"Wir kriegen es in der zweiten Halbzeit nicht hin, das Spiel souverän zu gestalten", kritisierte Joshua Kimmich nach dem Abpfiff bei Sky: "Das war wirklich dünn, was wir da angeboten haben. Wir müssen auch über die erste Halbzeit sprechen, da hatten wir acht oder neun Halbchancen. Da können wir auch mit einem 3:0 in die Pause gehen."

Kapitän Manuel Neuer analysierte: "Wir hatten nicht mehr die Selbstverständlichkeit im Spiel nach vorne. Wir waren uns in der Halbzeit zu sicher, dass wir das nächste Tor nachlegen. Dann mussten wir mit Mann und Maus kämpfen, dass wir das 1:0 noch halten."

Neuer stellte derweil einen Rekord von Torwart-Legende Oliver Kahn ein. Der Nationaltorhüter blieb in der Bundesliga zum 196. Mal ohne Gegentor. "Man muss immer versuchen, besser zu werden. Wer weiß, wer in Zukunft den nächsten Rekord bricht", erklärte Neuer zu seiner Bestmarke.

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FC Augsburg verschießt Elfmeter

Elfmeter-Fehlschütze Finnbogason zeigte sich derweil selbstkritisch. "Das ist sehr, sehr bitter. Den muss ich machen, da gibt es keine Entschuldigung", erklärte der Isländer.

"Der Glaube war bis zum Schluss da und wir hatten gute Chancen", sagte FCA-Manager Stefan Reuter: "Alfred (Finnbogason) ist normalerweise ein sehr sicherer Schütze. Wir haben gesehen, dass Leben und Glaube in der Mannschaft war. Wir waren mutig und haben das gezeigt, was die Mannschaft zeigen muss. Wir haben uns leider nicht belohnt."

Dank des Pfosten-Dusels stand für die Bayern erstmals in der Liga seit dem fünften Spieltag (5:0 gegen Frankfurt) wieder die Null.

Entwarnung bei Lewandowski

Derweil wandelt Lewandowski weiter auf den Spuren von "Bomber" Gerd Müller. Die Bayern-Legende war zur "Halbzeit" der Saison 1971/72, an deren Ende er 40 Tore erzielt hatte, nur 17-mal erfolgreich. Die Bayern sorgen sich nun aber um ihre Lebensversicherung.

Ungewöhnlich: "Lewy" wurde früh ausgewechselt (67.) - wohl weil er angeschlagen war. Er besprach sich danach kurz mit einem Bayern-Physio und deutete dabei auf sein Gesicht.

Der Wechsel sei aber nur "zur Sicherheit", gewesen, erläuterte Bayern-Coach Hansi Flick: "Weil Robert für uns sehr wichtig ist. Da wollten wir kein Risiko eingehen", betonte er.

"Er hat schon heute morgen gesagt, er spürt was in der Oberschenkelmuskulatur, an der Rückseite, könne das aber ganz gut steuern", erläuterte Flick. Er habe demnach mit seinem Stürmerstar abgesprochen, dass dieser Bescheid geben solle, wenn er raus müsse.

Für Lewandowski kam Leroy Sane, Müller rückte ins Sturmzentrum. Doch die Gäste suchten die Vorentscheidung nicht mit aller Vehemenz und ließen Augsburg auf einen Glückstreffer hoffen.

Den vergab Finnbogason nach Benjamin Pavards Handspiel.

mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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