Dank Youngster! BVB wahrt Champions-League-Chance

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.
Dank Youngster! BVB wahrt Champions-League-Chance
Dank Youngster! BVB wahrt Champions-League-Chance

Die Hoffnung auf die erneute Qualifikation für die Champions League lebt!

Borussia Dortmund hat in einem spektakulären Topspiel beim VfB Stuttgart Comeback-Qualitäten bewiesen und mit einem 3:2 (0:1)-Sieg die Minimalchance auf Platz vier gewahrt. Sieben Punkte beträgt der Rückstand der Dortmunder auf Eintracht Frankfurt.

Magenkrämpfe: BVB-Abwehrchef Hummels zur Pause ausgewechselt

Das Team von Trainer Edin Terzic zeigte vor allem im zweiten Durchgang eine Reaktion auf die 1:2-Niederlage gegen die Frankfurter am vergangenen Wochenende. Zugleich revanchierte sich der BVB für die heftige 1:5-Hinspielniederlage, nach der Lucien Favre seinen Hut nehmen musste. 

BVB-Youngster Knauff lässt BVB jubeln

VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic brachte die Gastgeber mit einer sehenswerten Kopfball-Bogenlampe zunächst in Führung (17.). Zu Beginn der zweiten Hälfte drehten die Dortmunder durch einen Doppelschlag von Jude Bellingham (47.) und Marco Reus (52.) zwischenzeitlich die Partie. 

Nach einem Fehlpass von Mateu Morey konterte der VfB eiskalt, Daniel Didavi vollstreckte zum erneuten Ausgleich (78.). Nur zwei Minuten später eroberte Morey den Ball im Mittelfeld, der eingewechselte 18-jährige Ansgar Knauff ließ den BVB mit seinem Premierentreffer erneut jubeln (80.).

Hummels und Reus vorzeitig ausgewechselt

Für Bellingham war es im 24. Bundesligaspiel der erste Treffer. Für Reus, der zuletzt auch beim 1:2 in der Champions League gegen Manchester City getroffen hatte, war es das erste Tor in der Bundesliga seit Mitte Dezember. Der BVB-Kapitän humpelte allerdings nach einer heftigen Grätsche von Daniel Didavi und räumte vorzeitig das Feld (67.). Auch Bellingham musste nach einem Schlag auf den Oberschenkel ausgewechselt werden (80.).

Abwehrchef Mats Hummels musste schon in der Halbzeitpause ausgewechselt werden, nachdem er über Magenkrämpfe geklagt hatte.

BVB-Trainer Terzic verspricht "Champions-League-Gesicht"

BVB-Trainer Edin Terzic hatte vor dem Spiel bei Sky versprochen, sein Team werde den "Totalschaden" gegen Frankfurt "so nicht stehen lassen" und in der Liga "noch siebenmal das Champions-League-Gesicht zeigen". Doch Tribünengast Joachim Löw dürfte sich in Halbzeit eins an die jüngsten Auftritte der DFB-Elf erinnert fühlen: Viel Aufwand, Feldüberlegenheit - aber massive Ineffizienz im Angriff.

Dort rieb sich Wunderknabe Erling Haaland auf, er bekam aber wieder einmal zu wenige Bälle und hatte gegen die zunächst sehr aufmerksame VfB-Dreierkette einen schweren Stand. Dass Stuttgart einige wichtige Kräfte fehlten und kurzfristig auch noch der frühere Borusse Gonzalo Castro (muskuläre Probleme) passen musste, fiel da noch überhaupt nicht ins Gewicht.

Der VfB suchte sein Heil im schnellen Umschalten nach Ballgewinnen - und kam so auch zur Führung. Torschütze Kalajdzic leitete den Angriff selbst ein, und als der Ball bei Borna Sosa auf dem linken Flügel ankam, rief ein Dortmunder: "Nicht flanken lassen!" Doch Sosa tat genau dies - und fand den Kopf von Zwei-Meter-Hüne Kalajdzic.

Dortmund reißt dank Leistungssteigerung das Ruder herum

Reus (34.) vergab die Gelegenheit zum Ausgleich und Lothar Matthäus schimpfte zur Pause bei Sky: "So spielt keiner, der in die Champions League will."

Doch das änderte sich sofort nach dem Wiederanpfiff. Bellingham besorgte nach klugem Rückpass von Gio Reyna das 1:1. Und nach einem schnellen Angriff über Reyna und Mateu Morey ließ Haaland für den freistehenden Reus durch, der von halblinks aus elf Metern einschoss.

Einst von Klopp geehrt, jetzt Mann der Stunde beim BVB

Die Entscheidung war dies freilich nicht. Stuttgart drehte noch einmal auf, hatte bald wieder viel mehr Tempo im Spiel und kam zu guten Möglichkeiten. Tanguy Coulibaly (66.) vergab, ehe der eingewechselte Daniel Didavi (78.) doch noch traf. Zwei Minuten später schlug Knauff zu.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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