"Ich danke Niko” - warum Flick an seinen Vorgänger dachte

Florian Plettenberg
Sport1

"Ich bin Niko sehr, sehr dankbar", sagte Hansi Flick am späten Dienstagabend, kurz bevor die Mannschaft zum Mannschaftshotel aufgebrochen war.

In der Stunde des Erfolgs erwähnte der Bayern-Cheftrainer mit Meister-Shirt und passender Kappe auf SPORT1-Nachfrage seinen Vorgänger, der keinen unwesentlichen Anteil am achten Meistertitel in Folge hat. Denn Kovac war maßgeblich daran beteiligt, dass Flick im vergangenen Sommer überhaupt bei den Münchnern angeheuert war.


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"Es war eine sehr gute Zusammenarbeit mit ihm, auch mit seinem Bruder Robert. Ich bin dankbar, dass er auf die Idee gekommen ist, mich nach München zu holen. Dass es am Ende so ausgeht, hätte niemand gedacht", sagte Flick.

Flick führt Bayern von Platz sieben zum Titel

Kovac und die Bayern trennten sich nach dem 10. Spieltag und einer 1:5 Niederlage bei Eintracht Frankfurt. Zu diesem Zeitpunkt standen die Bayern mit 18 Punkten auf Platz vier der Tabelle, punktgleich mit Freiburg und Schalke und mit vier Zählern Rückstand auf Borussia Mönchengladbach. 

Flick übernahm und führte die Bayern zu einem 4:0-Heimsieg gegen Dortmund, einem 4:0-Sieg in Düsseldorf, verlor mit seiner Elf allerdings zweimal 1:2 gegen Leverkusen und Mönchengladbach.


Am 14. Spieltag standen die Bayern nur auf Platz sieben in der Tabelle, die Fohlenelf war bereits auf sieben Punkte enteilt. Dann folgte Flicks Sensations-Lauf, mit der Krönung des vorzeitigen Meistertitels am 32. Spieltag.

Flick: "Dortmund hat eine sensationelle Rückrunde gespielt"

Welchen Anteil Flick am 30. Meister-Titel der Vereinsgeschichte habe, darauf wollte der 55-Jährige keine Antwort geben. "Erfolg kann man nur im Team haben, alleine ist das unmöglich. Deswegen mache ich mir keine Gedanken darüber, welchen Anteil ich habe", so Flick: "Ich bin glücklich, dass wir die achte Meisterschaft gewonnen haben. Das war das erste große Ziel. Man darf auch nicht vergessen, dass Dortmund eine sensationell gute Rückrunde gespielt hat. Deswegen ist es umso bedeutender, dass wir in dieser Phase überhaupt keine Schwäche gezeigt haben. Das zeichnet die Mannschaft aus, sie hat eine große Mentalität. Es passt im Moment ganz gut."


Am 4. Juli will Flick den nächsten Titel mit seiner Elf einfahren, im Pokalfinale gegen Leverkusen. Sein Vorgänger Kovac führte die Bayern durch zwei Stotter-Siege gegen Cottbus (3:1) und Bochum (2:1) bis ins Achtelfinale. Flick ist nun für die Krönung verantwortlich, sagt selbstbewusst: "Der Pokal ist jetzt unser Ziel!"

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