Darts-WM: Clemens scheitert im Achtelfinale

SID
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Der WM-Siegeszug der deutschen Darts-Hoffnung Gabriel Clemens hat ein jähes Ende gefunden. Der "German Giant" verlor am Dienstag sein Achtelfinale gegen den favorisierten Polen Krzysztof Ratajski in einem hochdramatischen Match der vergebenen Chancen mit 3:4. In der dritten Runde hatte Clemens (37) sensationell den schottischen Titelverteidiger Peter Wright mit 4:3 ausgeschaltet.

Der erste Deutsche in einem WM-Achtelfinale kam im leeren Londoner Alexandra Palace gut ins Spiel, obwohl er im ersten Satz ein frühes Break hergab. An der Aufregung sollte es nicht gelegen haben: "Die habe ich nicht, ich bin voller Vorfreude", hatte er vor dem ersten Pfeil bei Sport1 gesagt. Beim Wurf auf die Doppelfelder blieben beide Spieler aber wacklig und hatten bis in den sechsten Satz hinein kein Finish jenseits der 100.

Die Sensation gegen Wright hat Clemens, der beim Bundesligisten DV Kaiserslautern gemeldet ist, erst so richtig Bekanntheit verschafft. Er bekam unzählige WhatsApp-Nachrichten, sogar der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) richtete via Twitter Glückwünsche aus.

Mit den etwa 39.000 Euro Prämie kann Gabriel Clemens seine Leidenschaft eine Zeit lang problemlos finanzieren. "Wir bezahlen Reisen und Verpflegung selbst, da bleibt gar nicht so wahnsinnig viel übrig", berichtete er allerdings.

Dem Engländer James Wade war am Dienstag ein ganz seltenes Kunststück gelungen. Der 37-Jährige warf beim 2:4 gegen Bunting einen Neun-Darter, bei dem er mit der Minimalzahl von neun Pfeilen von der 501 auf null herunterspielte.

Den bis dahin letzten WM-Neun-Darter hatte der spätere Weltmeister Gary Anderson (Schottland) im Halbfinale 2016 geworfen. Wades perfektes Spiel war das zehnte der WM-Geschichte.