Das Coronavirus bringt Facebook und Whatsapp an ihre Grenzen

Jennifer CaprarellaFreie Autorin
Yahoo Finanzen

In vielen Ländern ziehen sich zahlreiche Menschen aufgrund des neuen Coronavirus in die Selbst-Isolation zurück, in anderen mit hoher Infektionsrate wurde sogar eine offizielle Ausgangssperre verhängt. Dort greifen die Menschen auf digitale Kommunikation wie Whatsapp zurück, was deren Servern ganz schön zu schaffen macht.

Während die Bürger vieler Länder zuhause bleiben müssen, steigt die Nutzung von Social Media und vor allem Messenger-Diensten wie Whatsapp rapide an (Symbolbild: Jaap Arriens/NurPhoto via Getty Images)
Während die Bürger vieler Länder zuhause bleiben müssen, steigt die Nutzung von Social Media und vor allem Messenger-Diensten wie Whatsapp rapide an (Symbolbild: Jaap Arriens/NurPhoto via Getty Images)
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Diese Nachricht kommt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich, der am Mittwoch eine telefonische Pressekonferenz über die Reaktion seines Konzerns auf das Coronavirus abhielt. Vor allem die Messengerdienste würden einen starken Nutzeranstieg verzeichnen, wie Zuckerberg mitteilte.

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Insbesondere die Anruffunktionen von Whatsapp, das seit zwei Jahren zu Facebook gehört, und Messenger würden nun verstärkt genutzt. In Italien und anderen stark betroffenen Ländern hätte sich das hierfür genutzte Datenvolumen verdoppelt. Das für Whatsapp genutzte Datenvolumen allein in Italien würde weit das übertreffen, das an Silvester benötigt würde - der jährliche Höhepunkt der Server-Belastung.

Die Server sind am Limit

Zuckerberg zufolge werden die Server von Facebook dadurch ganz schön auf die Probe gestellt. Vor allem fürchtet der CEO einen weiteren Anstieg des genutzten Datenvolumens, je mehr Länder von dem Coronavirus betroffen sind. Deswegen treffe der Konzern jetzt Vorkehrungen, um zu verhindern, dass die Server zusammenbrechen.

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“In einem Großteil der Länder weltweit gibt es noch keinen massiven Ausbruch”, wird Zuckerberg von “Mashable” zitiert. “Aber wenn es soweit kommt, müssen wir sicherstellen, dass wir in Sachen Infrastruktur sicherstellen, dass nicht alles zusammenbricht.”

Kein Home Office für die Server-Techniker

Erschwert wird das durch die Sicherheitsmaßnahmen, die seit dieser Woche auch bei Facebook durchgesetzt werden: Viele Mitarbeiter arbeiten von zuhause aus. Vor Ort würden nun vor allem diejenigen bleiben, die für die Wartung der Server und die Sicherheit zuständig wären. Die verglich Zuckerberg laut “Mashable” gar mit Notfallhelfern, die in einer weltweiten Krise nun anpacken müssten.

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