Das goldene Paar, das für Indonesien die ersten Goldmedaillen im Badminton gewann

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Das indonesische olympische Badmintonteam im Jahr 1996, mit Alan Budikusuma und Susi Susanti im Vordergrund (Bild: Peter Charlesworth/LightRocket via Getty Images)
Das indonesische olympische Badmintonteam im Jahr 1996, mit Alan Budikusuma und Susi Susanti im Vordergrund (Bild: Peter Charlesworth/LightRocket via Getty Images)

Indonesien ist schon lange als Badminton-Nation bekannt. Als der Sport bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 zur olympischen Disziplin wurde, war die Begeisterung in dem südostasiatischen Land groß.

Das Land hatte trotz seiner Teilnahme an den Spielen seit 1952 keine einzige Goldmedaille gewonnen. Die einzige Medaille, die Indonesien bis 1992 gewonnen hatte, war die Silbermedaille beim Bogenschießen der Damen, bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul.

Badminton wurde daher als Indonesiens große Chance auf die Goldmedaille betrachtet. Dieser Traum wurde in Barcelona wahr. Überraschend für die bevölkerungsreiche Nation war jedoch, dass sie nicht nur eine, sondern zwei Goldmedaillen gewann – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.

Für die indonesischen Badminton-Fans gab es auch noch eine zweite Überraschung. Während die Siegerin bei den Damen, Susi Susanti, damals weithin als beste Badminton-Spielerin der Welt angesehen wurde, hatten die Fans geglaubt, dass der damals amtierende Weltcup-Sieger Ardy Wiranata Gold bei den Herren gewinnen würde.

Stattdessen war es sein weniger bekannter Landsmann Alan Budikusuma – der damals mit Susanti in einer Beziehung war – der sich die Goldmedaille schnappte, indem er Wiranata im Finale besiegte. 

Dies war Stoff für großartige Schlagzeilen über das "goldene Paar", besonders nachdem Budikusuma und Susanti im Jahr 1997 heirateten. Ihr doppelter Goldgewinn wurde in Indonesien ausgiebig gefeiert und es wurde zum Empfang bei der Rückkehr eine zweistündige Parade abgehalten, an der fast 1 Millionen Menschen teilnahmen.

Wendung des Schicksals

Wenige Monate zuvor hatte Indonesien im Mai bei den prestigeträchtigen Thomas-/Uber-Cup-Mannschaftswettbewerben in Kuala Lumpur eine Schlappe einstecken müssen. 

Susanti konnte alleine das schwache Team nicht zum Sieg führen und sie verloren 1:4 im Halbfinale des Uber-Cups. Budikusuma war starker Kritik ausgesetzt, nachdem er von Foo Kok Keong besiegt wurde und die indonesische Mannschaft verlor mit 2:3 im Finale des Thomas-Cup gegen die Gastgeber.

"Ich dachte, es wäre am besten, einfach aufzuhören. An diesem Punkt war ich mir meiner selbst nicht mehr sicher", sagte Budikusuma dem Sender CNN in einem Beitrag in diesem Jahr. "Aber mir halfen meine Gespräche mit Susi, ihren Eltern, Trainern und (dem früheren indonesischen Badmintonspieler) Eddy Kurniawan. Sie ermutigten mich dazu, das Training wieder aufzunehmen. Ich fing an zu glauben, dass ich nicht immer nur verlieren kann. Das Wichtigste ist, dass man nach einer Niederlage nicht aufgibt."

Die indonesischen Badmintonspieler kamen in Barcelona an und waren fest entschlossen, ihre Pleite beim Thomas-/Uber-Cup wiedergutzumachen. Von Anfang an dominierte Susanti das Einzelturnier der Damen und fegte bis zum Finale all ihre Gegnerinnen weg, ohne einen einzigen Satz zu verlieren, bis sie dort auf Bang Soo-Hyun aus Südkorea traf.

Alan Budi Kusuma bei der Verleihung der Goldemdaille (Bild: ALBERTO MARTIN / AFP)
Alan Budi Kusuma bei der Verleihung der Goldemdaille (Bild: ALBERTO MARTIN / AFP)

Budikusuma lief ebenfalls zu Hochform auf, obwohl er nicht zu den vier Favoriten des Turniers gehörte. Auch er verlor auf dem Weg zum Finale keinen Satz, obwohl er sich einen harten Zweikampf mit Thomas Stuer-Lauridsen im Halbfinale lieferte. 

Da es Wiranata ebenfalls ins Finale schaffte, war garantiert, dass Indonesien Gold im Einzelwettbewerb holen würde. Budikusuma gab zu, dass dies ein großes Gewicht von seinen Schultern nahm. Er war zuversichtlich, dass er seinen berühmteren Landsmann schlagen würde, da er eine bessere Bilanz gegen Wiranata hatte.

Susantis finales Spiel fand vor Budikusumas Finalspiel statt und der angespannte Budikusuma versuchte, seine Freundin im Auge zu behalten, während er sich in seinem Aufwärmbereich aufhalten musste. Die Dinge wurden nicht besser, als Susanti untypischerweise den ersten Satz mit 5:11 gegen Bang verlor.

Budikusuma sagte jedoch, dass er immer noch an sie glaubte, da sie oft langsam anfing und dafür später im Spiel immer dominanter wurde. Genau so kam es auch und Susanti fand zu alter Stärke zurück und gewann die nächsten beiden Sätze jeweils 11:5 und 11:3. Indonesien hatte endlich seine Pechsträhne bei den Olympischen Spielen beendet.

Das Spiel begann mit einem Hoch

Glücklich über den Sieg von Susanti ging Budikusuma in das Einzelfinale der Männer und war davon überzeugt: "wenn Susi gewinnen kann, dann kann ich auch gewinnen."

Und das tat er, indem er Wiranata mit 15:12 und 18:13 besiegte und damit die zweite Goldmedaille für Indonesien bei den Spielen holte. Das Märchen des indonesischen Pärchens war perfekt.

Susi Susanti und Alan Budi Kusuma tragen das Olympische Feuer für die Spiele 2008 (Bild: REUTERS/Beawiharta)
Susi Susanti und Alan Budi Kusuma tragen das Olympische Feuer für die Spiele 2008 (Bild: REUTERS/Beawiharta)

Nach ihrer Hochzeit und dem Rückzug aus dem Sport gründeten Susanti und Budikusuma einen Badminton-Club in Jakarta und eine Firma für Sportausrüstung.

Sie bekamen drei Kinder. Als der älteste Sohn im Jahr 1999 geboren wurde, wurde Indonesien von einer Welle von Unruhen und Ausbrüchen von Gewalt erschüttert. Susanti entschloss sich, ihren Sohn Laurencia Averina Wiratama zu nennen, was "Frieden" bedeutet – in der Hoffnung, dass er Frieden für ihr Land bringen würde.

Chia Han Keong

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