Wie sich Ibrahimovics Davies-Prophezeiung erfüllt

Jan Marten
Sport1

Alphonso Davies gilt als die Entdeckung der Saison beim FC Bayern. Seit dem neunten Spieltag hat der Kanadier beinahe alle Spiele in voller Länge absolviert. Stets mit einem Lächeln im Gesicht sorgt er für gute Laune bei den Fans und den Bayern-Bossen.

Doch für den 19-Jährigen mit liberianischen Wurzeln lief es nicht immer so rosig.

Als Flüchtling kam er einst nach Edmonton in Kanada: "Wir haben schwere Zeiten durchgemacht, als ich noch ganz klein war, und ich bin meinen Eltern so unendlich dankbar: Ihr Weg begann im Bürgerkrieg in Liberia, über Ghana kamen wir nach Kanada. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich sagen darf: Ich kann jeden einzelnen Tag meines Lebens genießen", berichtet Davies im Interview mit dem Bayern-Magazin 51.

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Solche reflektierten Aussagen hört man selten von so jungen Fußballspielern. "Du wechselst schneller vom größeren Bruder in die Welt der Erwachsenen, wenn du für deine jüngeren Geschwister Essen kochst, während Gleichaltrige Videogames spielen", erklärt der kanadische Nationalspieler zu seiner Vergangenheit.

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Jüngster Debütant in der MLS

Mit 14 Jahren bereits verließ Davies seine Heimatstadt und versuchte, an der Whitecaps Academy in Vancouver seinen Traum als Profifußballer zu verwirklichen. Sein Aufstieg ist rasant. Mit 15 debütiert er bereits in der ersten Profi-Mannschaft der Vancouver Whitecaps. Als jüngster Debütant der MLS.

Und diese Entwicklung entgeht auch niemand geringerem als dem großen Zlatan Ibrahimovic. Nach den ersten Auftritten in der US-Liga sagte der schon früh: "Davies wird mal ein sehr interessanter Spieler werden."


Davies über Ibrahimovic: "Zlatan ist Zlatan"

Das lässt den jungen Kanadier natürlich nicht kalt: "Zlatan ist Zlatan. Wenn so jemand etwas Gutes über dich sagt, bist du auf einen Schlag gleich ein paar Zentimeter größer."

Doch von Abgehobenheit keine Spur beim Linksverteidiger: "Es war immer mein Traum, bei einem Klub wie dem FC Bayern Fußball zu spielen, gegen die Besten der Welt. Da werde ich keinen Tag nachlassen. Niemals."

 

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