Davis Cup: Schafft Kanada den großen Coup im Finale?

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Gibt es nach der radikalen Reform des Davis Cup einen Premierensieger?

Kanada hat beim neu geschaffenen Finalturnier in Madrid für eine große Überraschung gesorgt und erstmals in der 119-jährigen Geschichte des Teamwettbewerbs das Finale erreicht.

Gegner am Sonntagnachmittag ist Spanien, das Großbritannien knapp bezwang (Davis Cup Finale: Kanada - Spanien, ab 16 Uhr im LIVETICKER)

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"Das ist eine großartige Leistung, aber wir haben noch nichts gewonnen", mahnte der Weltranglisten-Erste nach dem erfolgreichen Tiebreak-Krimi im Halbfinale: "Das ist ein Moment voller Adrenalin und riesiger Freude. Aber wir müssen die Euphorie runterfahren und uns für das Finale ausruhen."

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Kanada kündigt Historisches an

Der Kanadier Vasek Pospisil kündigte nach dem Halbfinal-Sieg gegen Russland einen "historischen Tag" an. "Wir werden alles reinhauen", sagte er. 


Sein Teamkollege Denis Shapovalov ergänzte: "Mir fehlen die Worte. Es ist unglaublich, wie weit wir in dieser Woche gekommen sind." Zuvor hatte Kanada im Davis Cup als größten Erfolg zwei Halbfinals (1913 und 2013) verbucht.

Die deutsche Mannschaft, die ohne Superstar Alexander Zverev angetreten war, scheiterte im Viertelfinale an Großbritannien.


"Kanada hatte am Freitag einen Ruhetag und hat heute morgens gespielt. Wir kommen stattdessen jeden Morgen erst um fünf ins Bett", klagte Nadal. Das Viertelfinale gegen Argentinien hatten die Spanier in der Nacht von Freitag auf Samstag erst um 1.08 Uhr beendet. Ohnehin sollte Finaldebütant Kanada nicht unterschätzt werden, warnte Nadal: "Sie spielen auf einem großartigen Niveau."

Nadal schwärmt von Rückkehrer Bautista Agut

Kraft und Mut will die spanische Mannschaft, die den sechsten Titel im Davis Cup anstrebt, aus der Rückkehr von Roberto Bautista Agut schöpfen. Der Vater des Weltranglisten-Neunten war am Donnerstag verstorben. Bautista Agut reiste umgehend von Madrid in seinen Heimatort Castellon, im Halbfinale am Samstag unterstützte er sein Team aber schon wieder aus der Box. 

"Tausend Dank an Roberto, dass er zu uns zurückgekommen ist. Wenn solche Schicksalsschläge passieren, ist der Sport zweitrangig", sagte Nadal: "Er ist eine große Inspiration für uns, egal ob er spielt oder nicht."

Davis-Cup-Reform sorgt für Kritik

Die Reform des traditionsreichen Wettbewerbs sorgte im Vorfeld für gespaltene Meinungen. Unter anderem hatte Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer die Reform des traditionsreichen Mannschaftswettbewerbs scharf kritisiert.

Das Turnier, welches zuvor in vier über das Kalenderjahr verteilten Runden bestritten wurde, wird jetzt innerhalb nur einer Woche ausgetragen. Heimspiele vor einem frenetischen Publikum gehören ebenfalls der Vergangenheit an.

Auf teilweise legendäre Fünfsatzkrimis muss nun verzichtet werden. Davis-Cup-Sternstunden, wie sie Becker und Co. etwa 1987 bei der "Schlacht von Hartford" oder ein Jahr später beim "Wunder von Göteborg" erlebten, wird es im neuen Format nicht mehr geben.

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