DBB-Boss: „Das kotzt mich an“

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DBB-Boss: „Das kotzt mich an“
DBB-Boss: „Das kotzt mich an“

Präsident Ingo Weiss vom Deutschen Basketball Bund (DBB) hat die EuroLeague wegen der Abstellungsprobleme vor dem anstehenden Länderspielfenster scharf kritisiert.

„Das kotzt mich an. Vollkommen klar. Die ganze Problematik. Das sage ich auch ganz offen. Da nehme ich auch kein Blatt vor den Mund“, sagte Weiss am Montag in Berlin.

Am Donnerstag (19.00 Uhr) trifft die Nationalmannschaft beim Debüt des neuen Bundestrainers Gordon Herbert in der WM-Qualifikation in Nürnberg auf Estland. Am Sonntag (20.00 Uhr) folgt die zweite Partie in Polen. Da die EuroLeague, Europas höchste Spielklasse, jedoch am Donnerstag und Freitag spielt, werden ziemlich sicher keine deutschen Spieler von teilnehmenden Klubs dabei sein.

Topteams können Nationalspieler nicht abstellen

"Die EuroLeague sieht sich leider so wie die NBA: Die NBA unterbricht nicht, also unterbrechen wir auch nicht", sagte Weiss. Ursprünglich hatte der DBB Hoffnung gehabt, dass Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau/Russland), Ismet Akpinar (Fenerbahce Istanbul/Türkei) und Tibor Pleiß (Anadolu Istanbul) zumindest für das Polen-Spiel verfügbar sein könnten.

Bayern München und ALBA Berlin, die beiden deutschen EuroLeague-Vertreter, spielen am Donnerstag gegen ZSKA Moskau beziehungsweise Maccabi Tel Aviv und können daher ihre Nationalspieler nicht abstellen. Laut Weiss habe der DBB gar versucht, das Berliner Spiel „ein oder zwei Tage“ nach vorne zu verlegen, was „aus Berliner Sicht kein Problem gewesen“ wäre.

Weiss hofft auf Lösung

Schlussendlich habe sich jedoch die EuroLeague gesträubt. "Wir haben nur zwei Fenster im Jahr, die sich überschneiden. Im November und im Februar", so Weiss: "Es würde der EuroLeague kein Zacken aus der Krone fallen, wenn sie sagen würde: Wir machen diese beiden Fenster mal frei." Weiss hoffe aber weiterhin, "dass wir diese Problematik mal in den Griff kriegen".

In dem seit Jahren schwelenden Konflikt habe der DBB laut Weiss bereits einen Kompromissvorschlag gemacht. Demnach ließe sich entweder das Februar- oder November-Fenster komplett streichen und das verbleibende dafür um ein drittes Spiel verlängern. „Man hätte dann im gesamten Zyklus drei Fenster. Juni/Juli, September und November oder Februar“, so Weiss: „Wahrscheinlich Februar, das würde besser passen.“

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