Coronaprobleme bei Italien? DEB-Cracks schauen nur auf sich

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Coronaprobleme bei Italien? DEB-Cracks schauen nur auf sich
Coronaprobleme bei Italien? DEB-Cracks schauen nur auf sich

Das Corona-Chaos beim WM-Auftaktgegner Italien verfolgte Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm sogar bei der Zeitungslektüre aus der finnischen Heimat - seine Spieler ließ es aber kalt. "Wir sind hier, um Eishockeyspiele zu gewinnen", sagte Jungstar Moritz Seider, "und nicht, um irgendwelche Ausreden zu finden." (Alles Wichtige zur WM 2021)

15 Coronafälle hatte es in der WM-Vorbereitung der Azzurri gegeben, die letzten drei Testspiele fielen aus, viele Stammspieler fehlen, der Trainer coacht aus dem Home Office. "Das ist für uns nicht wirklich interessant", betonte Söderholm im SID-Interview vor dem Duell am Freitag (IIHF WM 2021, Gruppe B: Deutschland - Italien, Freitag ab 15.00 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) gegen den Außenseiter: "Wichtig ist, dass wir einen sauberen WM-Start haben."

Ob beim Gegner noch "nicht einmal eine zweite Mannschaft" auf dem Eis steht, interessiert den Finnen nicht. Obwohl er es im Boulevardblatt Iltalehti in seiner Muttersprache lesen konnte.

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Sein Landsmann Riku-Petteri Lehtonen, Co-Trainer der Italiener, hatte dort über die Personalnot geklagt. "Er weiß, dass ich das auch lese", sagte Söderholm schmunzelnd, "ich gehe davon aus, dass es an uns adressiert war."

Tobias Rieder: "Wir schauen bloß auf uns"

Die Taktik dahinter soll nicht aufgehen, seine Spieler sollen den jetzt noch krasseren Außenseiter auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Die Gefahr besteht aber auch nicht, beteuerte NHL-Stürmer Tobias Rieder: "Wir schauen bloß auf uns. Es ist ein kurzes Turnier, es kommt drauf an, dass wir in die Gänge kommen."

Denn Rieder und Co. haben in Riga Großes vor. Das Viertelfinale, das die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei den vergangenen vier Turnieren dreimal erreicht hat, soll diesmal nicht Endstation sein.

DEB-Cracks hoffen auf den großen Coup

"Ich glaube an mehr", sagte Stürmer Nico Krämmer und stimmte in die forschen Töne seiner Mitspieler in den vergangenen Tagen ein.

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Der künftige NHL-Verteidiger Seider will "die Sensation schaffen", der Mannheimer Markus Eisenschmid dem letzten Weltmeister Finnland nacheifern, der 2019 ohne NHL-Stars Gold gewann: "Es spricht eigentlich nichts dagegen, dass wir das auch können."

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Ein Sieg gegen Italien, das in seiner Not gar einen 16 Jahre alten Torhüter im Kader hat, ist Pflicht. Dass der nun besonders hoch ausfallen muss, sieht Söderholm nicht. "Solange wir einen Sieg holen, ist es nicht so wichtig, ob es 3:1 oder 8:1 steht", betonte der Bundestrainer, "wichtig ist, dass unsere DNA spürbar ist."

Keine Sorge wegen Corona

Der Finne will eine Mannschaft sehen, "die sich füreinander opfert". Das Wichtigste seien "Arbeit und Mannschaftsgeist". Zweifel hat er nicht, seine Spieler seien "zu 1000 Prozent bereit".

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Dass bei Italien Leistungsträger wie der Mannheimer Thomas Larkin fehlen und der ebenfalls infizierte Chefcoach Greg Ireland nur online Anweisungen geben kann, spielt dem deutschen Team in die Karten. "Das ist ein Spiel", sagte Holzer, "das wir gewinnen müssen."

Sorgen um ihre Gesundheit machen sich die deutschen Spieler trotz des Corona-Ausbruchs beim Gegner nicht. "Ich fühle mich super sicher", sagte Seider: "Wir werden fast täglich getestet, das gibt uns ein sicheres Gefühl. Wir werden sicher von A nach B gebracht, ich gehe sehr entspannt an das Ganze ran."

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