Debakel für Westbrook bei Rückkehr nach OKC

Markus Bosch
Sport1

Debakel für Russell Westbrook und die Houston Rockets bei Westbrooks Rückkehr zu den Oklahoma City Thunder.


92:113 hieß es am Ende der Partie aus der Sicht von Westbrook und Co. Die Thunder begrüßten vor der Partie ihren einstigen Superstar mit einem Tribute-Video und die Zuschauer feierten ihn mit "MVP"-Rufen. Westbrook zeigte vor dem ersten Sprungball seine typische Geste aus OKC-Zeiten und wurde auch dafür von den Thunder-Fans gefeiert.

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Doch im Spiel zeigte sein Ex-Team keine Gnade mit dem Rückkehrer. Mit 34 Punkten war Westbrook zwar Topscorer der Rockets, doch er leistete sich auch sieben Ballverluste bei nur fünf Korbvorlagen. Einen rabenschwarzen Abend, ebenfalls an alter Wirkungsstätte, erlebte James Harden, der von 2009 bis 2012 seine ersten Erfahrungen bei den Thunder sammelte.

Harden mit schwacher Leistung

Gerade einmal 17 Punkte standen am Ende der Partie für "The Beard" zu Buche. Ausschlaggebend war dafür vor allem seine schwache Wurfquote von gerade einmal 29 Prozent aus dem Feld (Fünf von 17). Die Thunder nahmen Harden, der aktuell 38,5 Punkte pro Partie erzielt, konsequent den Zug zum Korb weg und von jenseits der Dreierlinie traf der MVP-Kandidat nur zwei seiner neun Versuche. 

Die Thunder hatten in Danilo Gallinari (23 Punkte) ihren besten Werfer und gleich fünf Spieler, darunter auch Dennis Schröder (16 Punkte), erzielten mindestens 15 Zähler für OKC. 


Bereits im ersten Viertel legten die Thunder den Grundstein für ihren Erfolg, das sie deutlich mit 37:21 für sich entschieden. In der Folge kamen die Rockets zwar wieder etwas näher, doch in den psychologisch so wichtigen einstelligen Bereich kamen sie nicht. Im Gegenteil: OKC baute die Führung weiter aus und lag zwischenzeitlich mit bis zu 26 Zählern in Front. 

Rockets-Coach Mike D' Antoni nahm seine Stars vom Feld und Westbrook setzte sich allein ans Ende der Rockets-Bank - seine Rückkehr hatte er sich wohl anders vorgestellt. Westbrooks aktuelles Team rangiert nun im Westen auf Platz vier, während sein altes Team überraschend voll im Playoff-Kampf mitmischt und aktuell auf Rang sieben, mit deutlichem Vorsprung auf Platz acht, liegt.

Philaldephia siegt ohne verletzten Embiid

Derweil haben die Philadelphia 76ers auch ohne Joel Embiid einen wichtigen Erfolg gelandet.

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Gegen die Boston Celtics setzten sich die Sixers mit 109:98 durch. Ohne Embiid, der sich einer Operation nach einem Bänderriss unterziehen muss, war Josh Richardson (29 Punkte) der Topscorer. Aufbauspieler Ben Simmons kam auf 19 Zähler und spielte dabei sogar phasenweise auf der Center-Position.

"Ich denke, er war gut. Ich weiß nicht, welche Zahlen ihm dort gelangen, aber es ist etwas, was wir probierten. Ich wollte Ben auf der Fünf probieren und ich vermute wir werden es wieder sehen", erklärte 76ers-Coach Bruce Brown nach der Partie. Auf der Position unter dem Korb fällt Simmons' Wurfschwäche nicht so sehr ins Gewicht und mit einer Größe von 2,06 Metern ist er zumeist trotzdem schneller als seine Gegenspieler. 


Auf Seiten der Celtics war Kemba Walker mit 26 Punkten der beste Werfer. Daniel Theis kam auf neun Punkte und fünf Rebounds in 27 Minuten Spielzeit. 

Die Entscheidung zu Gunsten der Sixers fiel spät im vierten Viertel, als ihnen ein 9:0-Lauf gelang. Ihre Bilanz ohne Embiid steht nun in der laufenden Saison bei vier Siegen und vier Niederlagen. Die Celtics stehen nach der dritten Niederlage in Folge nur noch auf Rang drei im Osten, während Philadelphia auf Platz fünf liegt. 

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