DEL: München im Finale - Nürnberg wehrt "Matchball" von Wolfsburg ab

Titelverteidiger Red Bull München ist zurück im Finale, der Herausforderer steht jedoch noch nicht fest. Während der Mannschaft von Trainer Don Jackson im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der Verlängerung der entscheidende vierte Sieg gegen die Eisbären Berlin gelang, haben die Nürnberg Ice Tigers ihr drohendes Scheitern vorerst abgewendet und vor eigenem Publikum den ersten "Matchball" der Grizzlys Wolfsburg abgewehrt.

Titelverteidiger Red Bull München ist zurück im Finale, der Herausforderer steht jedoch noch nicht fest. Während der Mannschaft von Trainer Don Jackson im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der Verlängerung der entscheidende vierte Sieg gegen die Eisbären Berlin gelang, haben die Nürnberg Ice Tigers ihr drohendes Scheitern vorerst abgewendet und vor eigenem Publikum den ersten "Matchball" der Grizzlys Wolfsburg abgewehrt.

Im fünften Spiel der Serie best of seven setzte sich der amtierende Meister gegen den Rekord-Champion in München dank Kapitän Michael Wolf mit 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) durch und gewann damit auch die Serie mit 4:1 Spielen. Die Nürnberger dürfen nach einem verdienten 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg wieder hoffen.

München wartet nun bis zum kommenden Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals, wenn das erste von maximal sieben Endspielen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft steigt. Wolf (72.) sorgte mit einem Überzahl-Treffer in der Overtime für die Entscheidung in einem umkämpften und hitzigen Spiel.

Spiel sechs am Dienstag

Spiel sechs der zweiten Serie findet am Dienstag (19.00 Uhr) in Wolfsburg statt - dort haben die Ice Tigers von bisher zehn Play-off-Spielen nur eines gewonnen. "Wir haben die Tore zur richtigen Zeit gemacht und defensiv keine dicken Böcke geschossen", sagte Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer: "Wir sind weiter drin in der Serie, aber wir sollten nur bis Dienstag denken."

Laurin Braun (14.) hatte die Eisbären in München im ersten Drittel in Führung gebracht, Frank Mauer (33.) glich vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle im zweiten Abschnitt aus. "Es ist ein enges Spiel. Kleinigkeiten entscheiden, und das wird auch heute wieder so sein", sagte Bundestrainer Marco Sturm während der Partie bei telekomeishockey.de. Er behielt recht.

Feueralarm in München

Wegen eines Feueralarms war die Begegnung beim Stand von 1:1 im dritten Drittel unterbrochen worden. Das Eisstadion wurde bei einer verbleibenden Spielzeit von 11:26 Minuten komplett geräumt. Ersten offiziellen Informationen zufolge hatten Berliner Zuschauer einen Feuermelder eingeschlagen, wodurch der Alarm ausgelöst wurde. Erst nach eingehender Prüfung gab die Feuerwehr die Halle wieder frei. "Man lernt nie aus", sagte RB-Sportdirektor Christian Winkler: "So was haben wir noch nicht gehabt. Das sind ganz normale Vorgänge. Die mussten wir einhalten."

In Nürnberg brachte Marco Pfleger die Ice Tigers nach drei Niederlagen nacheinander vor 7672 Zuschauern in der erneut ausverkauften Arena früh in Führung (6.). Danach dominierten die Gastgeber - wie über weite Strecken der bisherigen Partien. Erneut war es Pfleger, der auf 2:0 erhöhte (24.), Philippe Dupuis legte zum 3:0 nach (27.). Philip Riefers verkürzte (32.), nach 28 Sekunden im Schlussdrittel traf Jesse Blacker zum 4:1 (41.).

Die Wolfsburger kamen diesmal nicht ins Spiel zurück, Torhüter Andreas Jenike war ein sicherer Rückhalt für die Nürnberger - die ersten vier Spiele hatte Jochen Reimer zwischen den Pfosten gestanden. Die Statistik verheißt jedoch nach wie vor nichts Gutes für die Franken. Dreimal in den vorangegangenen vier Jahren waren sie an den Grizzlys gescheitert.

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