DEL: Neuanfang bei der DEG kostet Kreutzer den Job

Die Entscheidung fiel schwer. Immerhin gehört Christof Kreutzer zur DEG wie das Altbier zu Düsseldorf. Seit mehr als 40 Jahren ist der 49-Jährige mit dem achtmaligen deutschen Eishockeymeister verbunden - erst als Spieler, dann als Trainer. Doch damit könnte seit Freitag Schluss sein: Nach einer völlig verkorksten Saison entließ der Klub sein Urgestein.

Die Entscheidung fiel schwer. Immerhin gehört Christof Kreutzer zur DEG wie das Altbier zu Düsseldorf. Seit mehr als 40 Jahren ist der 49-Jährige mit dem achtmaligen deutschen Eishockeymeister verbunden - erst als Spieler, dann als Trainer. Doch damit könnte seit Freitag Schluss sein: Nach einer völlig verkorksten Saison entließ der Klub sein Urgestein.

"Christof Kreutzer hat sich sehr große Verdienste um die DEG erworben und immer ein großes rot-gelbes Herz gezeigt", sagte Geschäftsführer Stefan Adam: "Dennoch war es unsere Pflicht, nach der abgelaufenen Spielzeit, die in vielen Bereichen nicht so gelaufen ist, wie sich das alle Beteiligten vorgestellt haben, eine umfassende Analyse einzuleiten." Diese ergab, "dass sich die DEG für die kommende Saison auf der Trainerposition leider neu orientieren muss".

Auch all seine Erfolge konnten Kreutzer nicht retten. Als Spieler gewann er fünf deutsche Meisterschaften mit der DEG, als Trainer führte er zunächst den Düsseldorfer Nachwuchs in die deutsche Spitze und danach die Profimannschaft aus dem Tal. Als er das Team zur Saison 2014/15 übernahm, erreichte die chronisch erfolglose DEG völlig überraschend das Play-off-Halbfinale. Ein Jahr später wurde Kreutzer als Trainer des Jahres ausgezeichnet.

Von den jungen Wilden von damals sind jedoch nicht mehr viele dabei. Hatte Kreutzer vor zwei Jahren noch den jüngsten Kader der Liga, so arbeitete er nun mit einem überalteten. Das Resultat: Nur 23 Siege in 52 Spielen. Platz elf. Während die Konkurrenten um die Meisterschaft kämpfen, plant die DEG den Neuanfang.

Spekulationen um einen möglichen Nachfolger für Kreutzer kursieren schon seit Tagen. Neben Larry Mitchell, der sich einvernehmlich vom Ligakonkurrenten Straubing Tigers getrennt hat, waren auch Mike Stewart, der noch bei den Augsburger Panthern unter Vertrag steht, und Ex-DEG-Spieler Mike Pellegrims im Gespräch. Allerdings dementierte Adam bereits: "An der Person Mike Pellegrims ist von unserer Seite definitiv nichts dran."

Kommt Eichin?

Doch nicht nur ein neuer Trainer wird gesucht, in Zukunft soll ein Sportdirektor für die Kaderplanung zuständig sein. Auch für diese Stelle könnte Mitchell infrage kommen, durch Düsseldorf geistert aber auch der Name Thomas Eichin. Vor dessen Engagement im Profifußball bei Werder Bremen und 1860 München hatte Eichin erfolgreich die Kölner Haie in der DEL gemanagt.

"Über die Neubesetzungen der Cheftrainerstelle und der geplanten Sportdirektorposition stehen Gespräche mit potenziellen Kandidaten kurz vor dem Abschluss", sagte Adam, ohne sich in die Karten schauen zu lassen.

Und Kreutzer? Ganz vom Hof jagen wollen die Düsseldorfer ihn nicht. "Es wurde ihm ein Angebot unterbreitet, zukünftig eine wichtige Funktion an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich zu übernehmen", sagte Adam. Ob Kreutzer das Angebot annimmt, hat er noch nicht entschieden.

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