DEL-Star Goc über neues Wunderkind: technisch überragend

Sebastian Schwele, Sascha Bandermann, Rick Goldmann, SPORT1
Sport1

Die Deutsche Eishockey-Liga legt wieder los, und passend dazu stimmt der Podcast "DIE EISHOCKEY SHOW powered by SPORT1" auf die 26. Spielzeit der DEL ein.

Bevor das bayerische Duell zwischen den Augsburger Panthern und Vizemeister EHC Red Bull München die Saison eröffnet, beschäftigen sich Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann in der aktuellen Folge mit der Situation beim Deutschen Meister Adler Mannheim. (DEL: Augsburger Panther - EHC Red Bull München, ab 19.25 Uhr bei SPORT1 im Free-TV, Livestream und LIVETICKER).

"DIE EISHOCKEY SHOW" - Alle Folgen

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Was hat sich im Sommer bei den Kurpfälzern geändert? Wie lief die Saisonvorbereitung? Und wie geht das Team mit der Trennung vom langjährigen Kapitän Marcus Kink um, der trotz laufenden Vertrages dem Umbruch im Team zum Opfer gefallen ist?

Darüber spricht das Trio mit dem ehemaligen NHL-Profi Marcel Goc, der seit 2015 wieder in Mannheim aktiv ist. (Der DEL-Spielplan).


SPORT1 hat die wichtigsten Zitate des Centers zusammengefasst.

Marcel Goc über

… die Vorbereitung:

"In der Vorbereitungszeit kannst du gleich eine Matratze in die Arena legen. Denn da geht es immer relativ früh los. Wir wollen einen guten Start in die Liga erwischen, nicht nur in der Champions Hockey League. Da müssen wir schon Gas geben."

Goc über Kink: "Das ist für ihn besonders bitter"

… die Trennung von Adler-Legende Marcus Kink:

"Das war für alle ein bisschen komisch. In der Sommerpause wurde viel gemunkelt. Das war hart, nicht nur für ihn. Er hat sich in Mannheim einen Namen gemacht. Jeder kennt ihn. Mit ihm kann man hier nicht mal eine Tasse Kaffee trinken, weil jeder ihn anspricht. Jetzt kann man sagen, das ist der Business-Teil des Eishockeys. Wenn man so lange für einen Verein spielt und zehn Jahre Kapitän ist, ist das für ihn besonders bitter, denke ich."

… die Neuzugänge der Adler:

"Die Jungs, die neu dazu gekommen sind, haben sich gleich gut eingefügt. Wir haben auch versucht, sie gut aufzunehmen. Als Spieler weiß man ja selbst, wie man sich in einer neuen Umgebung fühlt. Vielleicht kennst du den einen oder anderen. Oft kennst du aber auch niemanden. Bei einem neuen Land ist auch die Sprachbarriere da. Wir haben die Vorbereitung ganz gut nutzen können, dass wir zueinander finden, nicht nur auf dem Eis. Wir waren hier und da auch mal zusammen Abendessen."

… den Saisonstart:

"Die CHL hat ganz gut begonnen. Das Ziel, das wir uns für die Playoff-Runde qualifizieren, haben wir erreicht. Damit können wir zufrieden sein, auch wenn es sicherlich nicht unsere besten Spiele waren. Jetzt wollen wir den Schwung mitnehmen für Freitag in Nürnberg."


Goc gibt Youngster Stützle Ratschläge 

… das starke Debüt von Eigengewächs Tim Stützle:

"Ich bin von seinen guten Leistungen nicht überrascht. Ich habe ihn im letzten Jahr schon ein paar Mal gesehen. Er bringt viel Gutes mit. Körperlich kann er noch ein bisschen zulegen. Er hat auch gemerkt, dass es kein Jugend-Eishockey mehr ist. Ich glaube, da haben wir einen ganz guten jungen Spieler erwischt. Er ist technisch überragend. Deswegen wird er auch oft in Überzahlsituationen eingesetzt."

… die Bereiche, in denen Stützle noch lernen kann:

"Die Situationen an den Ecken und Banden. Situationen zu bestimmten Zeiten auf dem Eis. Er wird aber noch besser werden, was für uns natürlich gut ist. Im Jugendbereich konnte er sich noch ein bisschen mehr erlauben. Im Profibereich ist es wichtiger, die richtige Entscheidung zu treffen als den spektakulären Pass zu spielen."


… um wie viel Prozent sich die Mannschaft verbessert hat:

"Ich glaube, in Prozenten kann man das nicht festmachen. Wir wollen uns in die richtige Richtung verbessern. Dafür haben wir die richtigen Spieler geholt."

… die Ziele für reguläre Saison und Playoffs:

"Natürlich wollen wir die Runde mit der bestmöglichen Platzierung abschließen. Und wenn wir den Titel verteidigen, hat keiner was dagegen, zumindest in Mannheim."

Goc lobt die Kölner Haie

… die Kölner Haie:

"Ich gehe davon aus, dass Köln in diesem Jahr besser ist als in der letzten Saison. Gegen Köln ist es aber nie einfach. Sie spielen hart, aggressiv und hartnäckig. Das wird kein einfaches Spiel, egal ob es der zweite Spieltag oder ein Playoff-Spiel ist. Wir müssen uns aber erst einmal auf Nürnberg konzentrieren."

… eventuelle Überraschungsmannschaften in der kommenden Saison: 

"Ich denke, dass Mannschaften wie Wolfsburg wieder weiter vorne mitmischen werden. So wie Augsburg im Moment spielt, sind die auch ganz weit vorne einzustufen. Das wird eine spannende Startphase geben."

… über die Tumor-Erkrankung von Ex-Nationalspieler Alexander Sulzer:

"Damit hat gar keiner gerechnet. Wir haben danach kurz hin- und hergeschrieben. Das war noch vor der OP. Für ihn war das natürlich erstmal ein Schock. Die OP ist wohl ganz gut verlaufen. Aber wie lange der Weg zurück ist, konnte man noch nicht genau sagen, glaube ich. Er ist jetzt in der Reha. Da werde ich ihn erstmal in Ruhe lassen. Ich weiß, wie es in der Reha ist. Ich wünsche ihm natürlich alles Gute und dass die Reha reibungslos und schnell verläuft. Ich möchte ihn wieder da sehen, wo er hingehört, und zwar auf dem Eis."

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