DEL: München gleicht aus - Grizzlys melden sich zurück

Titelverteidiger Red Bull München und Vizemeister Grizzlys Wolfsburg haben sich im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurückgemeldet. Zwei Tage nach dem 2:3 im Marathonmatch in eigener Halle erkämpfte sich der Vorrundenerste aus Bayern in Berlin ein 2:1 (0:1, 2:0, 0:0).

Titelverteidiger Red Bull München und Vizemeister Grizzlys Wolfsburg haben sich im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurückgemeldet. Zwei Tage nach dem 2:3 im Marathonmatch in eigener Halle erkämpfte sich der Vorrundenerste aus Bayern in Berlin ein 2:1 (0:1, 2:0, 0:0).

Wolfsburg besiegte im zweiten Duell die Nürnberg Ice Tigers mit 5:3 (3:0, 0:2, 2:1) und glich in der Best-of-seven-Serie ebenfalls zum 1:1 aus. Dabei verspielte das Team von Trainer Pavel Gross sogar eine schnelle 3:0-Führung, hatte am Ende aber den längeren Atem.

In den dritten Duellen geht es quasi wieder bei Null los: Meister München empfängt am Dienstag (19.30 Uhr) die Eisbären, am Mittwoch (19.30 Uhr) muss Wolfsburg in Nürnberg antreten.

Mit seinem fünften Play-off-Tor brachte Julian Talbot nach einem genialen Pass von Nationalspieler Frank Hördler die Berliner vor 14.200 Zuschauern in Führung (9.). Die große Chance zum 2:0 ließen die Eisbären kurz vor Ende des ersten Drittels liegen, als sie 53 Sekunden in 5:3-Überzahl nicht nutzen konnten.

"Ein wenig zurückgelehnt"

Das rächte sich: Keith Aucoin (28.) und Jason Jaffray (30.) drehten mit einem Doppelschlag das Spiel zu Gunsten der Münchner. Im Schlussabschnitt machte sich der Kräfteverschleiß bei den Eisbären bemerkbar, die fünf Play-off-Spiele mehr als der Meister absolviert haben und bereits fünfmal in die Verlängerung mussten.

Brent Aubin (59.) und Nicholas Johnson, der ins leere Tor traf (60.), sicherten Wolfsburg in der Schlussphase den ersten Sieg im Halbfinale. Am Freitag hatten die Niedersachsen in Nürnberg 1:5 verloren.

"Wir sind stark gestartet, haben uns dann ein wenig zurückgelehnt, sind am Ende aber noch mal zurückgekommen", sagte Matchwinner Aubin bei Telekom Eishockey. "Wir haben uns da ganz blöd angestellt", gab Nürnbergs Marco Pfleger zu: "Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Wir müssen einfach so weitermachen."

Vehanen wehrt 46 Schüsse ab

Die Gastgeber führten vor 4221 Zuschauern durch Tore von Aubin (6.) und Gerrit Fauser (12./13.) bis zur 28. Minute scheinbar souverän mit 3:0. Doch die Nürnberger schafften durch drei Überzahltreffer den Ausgleich: Yasin Ehliz mit seinem fünften Play-off-Tor (28.), Philippe Dupuis (32.) und DEL-Rekordtorjäger Patrick Reimer mit seinem 305. Ligatreffer (42.) ließen die Gäste vom zweiten Sieg träumen. In den letzten beiden Minuten setzten sich aber doch die Grizzlys durch.

Fast dreieinhalb Stunden hatte es am Freitagabend gedauert, bis Nationalspieler André Rankel das erste Halbfinale in München entschied. In der zweiten Verlängerung, in der 85. Spielminute insgesamt, ließ der 31-Jährige die Berliner jubeln.

"In der Verlängerung hatten beide Teams das Siegtor auf dem Schläger", meinte Münchens Trainer Don Jackson, "Berlin hat es am Ende gemacht." Matchwinner neben Rankel war Eisbären-Torhüter Petri Vehanen, der Finne wehrte 46 Schüsse ab.

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