"Derweil in ..." Notizen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden

SID Fußball Event
"Derweil in ..." Notizen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden
"Derweil in ..." Notizen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden

Schmerz - das war das vorherrschende Gefühl deutscher Fans nach dem historischen WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Russland. Was bisher aus guten Gründen vermutet werden durfte, ist jetzt empirisch belegt.
"Hurt", deutsch: Schmerz, das ist einer der letzten Songs des großen Johnny Cash, ein Cover eines kaum bekannten Liedes des Sängers Trent Reznor (Nine Inch Nails). Wie Reznor bzw. Cash in diesem Anti-Drogen-Hit in ihrer Depression auf Sinnsuche gehen, flüchtete sich "Schland" in Trauer und Selbstmitleid.
Das geht aus den Musik-Streaming-Charts von Amazon Music hervor, wo der Cash-Song 60 Minuten nach der Katastrophe von Kasan einen Abruf-Zuwachs von 300 Prozent hatte. Das Lied lag damit auf Platz eins der Charts überdurchschnittlich oft gestreamter Songs.
Zum Vergleich: In der Stunde vor dem GAU gegen Südkorea hörten die Fans noch Fußball-Klassiker wie "Three Lions" von Baddiel, Skinner and The Lightning Seeds oder "80 Millionen" von Max Giesinger überdurchschnittlich oft.
Dann der jähe Absturz, volle Kanne Pein und Qual. "What have I become / My sweetest friend", schluchzt Johnny stellvertretend für Jogi, "Everyone I know / Goes away in the end."
Doch der Melancholie wohnt Hoffnung inne. Cash - oder Löw? - endet: "If I could start again / A million miles away / I will keep myself / I would find a way." Herr Löw, übernehmen Sie!





Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Lesen Sie auch