Deutsche Nachwuchs-Handballer scheitern früh: "Müssen kontinuierlich arbeiten"

Deutsche Nachwuchs-Handballer scheitern früh: "Müssen kontinuierlich arbeiten"
Deutsche Nachwuchs-Handballer scheitern früh: "Müssen kontinuierlich arbeiten"

Das bittere WM-Aus der deutschen U-21-Handballer fasste Martin Heuberger vor allem als Arbeitsauftrag auf. "Man sieht, international ist alles auf sehr engem Niveau", sagte der oberste Nachwuchscoach des Deutschen Handballbundes (DHB) nach der 36:37-Niederlage nach Verlängerung im Achtelfinal-Krimi gegen Portugal: "Im Nachwuchs passiert da im Moment sehr viel. Wir müssen in Deutschland weiter kontinuierlich arbeiten, wenn wir dabeibleiben wollen."
Für den größten Handballverband der Welt ist das frühe Scheitern am Mittwoch ohne Zweifel ein Rückschlag. Zuletzt hatte eine deutsche U21 im Jahr 2013 nach der Runde der besten 16 Nationen die Koffer packen müssen, der letzte Titelgewinn gelang vor acht Jahren. Der "Klasse von 2011" gehörten Spieler wie Christian Dissinger oder Hendrik Pekeler an, die 2016 mit der A-Nationalmannschaft Europameister wurden und die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gewannen. 
Für die aktuelle U21-WM in Spanien, bei der die deutschen Junioren am Donnerstag (16.30 Uhr) noch um Rang neun spielen, hatte Heuberger die bestmögliche Auswahl nominiert. Am Ende sah der Trainer-Rückkehrer "Kleinigkeiten, die entschieden haben". Schon in der regulären Spielzeit hatte Portugal allerdings bereits den vermeintlichen Siegtreffer erzielt, der aber zurückgepfiffen wurde. In der Spitze sahen 340.000 Zuschauer die spannende Partie bei Eurosport.
Für den Ex-Bundestrainer Heuberger endet das erste Turnier im neuen Amt nicht befriedigend. Im Dezember war der 55-Jährige nach fast fünf Jahren ohne wichtiges Handball-Amt zum Verband zurückgekehrt. In seiner ersten Amtszeit beim DHB hatte er sich mit etlichen Erfolgen im Juniorenbereich einen exzellenten Ruf erarbeitet.



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