Deutsche Olympia-Bewerbung für 2036?

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Deutsche Olympia-Bewerbung für 2036?
Deutsche Olympia-Bewerbung für 2036?

Thomas Weikert, Kandidat für das Präsidentenamt beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), will eine erneute Olympia-Bewerbung Deutschlands schnellstmöglich vorantreiben. „Wir müssen uns so schnell wie möglich bewerben, und zwar auch für 2036. Ich weiß, dass es Diskussionen darüber gibt, ob man sich für 2036 bewerben soll vor dem Hintergrund von Berlin 1936. Aber ich bin der Meinung: ja!“, sagte der 59-Jährige im Interview mit sportschau.de.

Zuletzt war diskutiert worden, ob Deutschland mit der Hauptstadt Berlin 100 Jahre nach den Nazi-Spielen Olympia ausrichten dürfe. "Das Bild der Deutschen muss man gut darstellen und genau daran arbeiten, dass wir uns gut darstellen im Ausland. Also klare Antwort: Paralympische Spiele, Olympische Spiele sollen möglichst bald nach Deutschland kommen", sagte Weikert.

Für Weikert ist Berlin jedoch möglicherweise nicht der einzige deutsche Olympia-Anwärter. "Das ist eine andere Frage, es gibt vielleicht auch noch andere Städte. Das ist sicherlich ein Thema, das man dann im Team besprechen muss", sagte er. Im April hatte sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) wohlwollend über eine mögliche Gemeinschaftsbewerbung von Berlin und Tel Aviv geäußert.

In diesem Jahr war zudem die Bewerbung der Initiative Rhein Ruhr City für die Sommerspiele 2032 gescheitert, nachdem sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) für Brisbane entschieden hatte. 2015 hatte der DOSB Hamburg als Kandidaten unterstützt, eine Bewerbung wurde jedoch durch ein negatives Bürgerreferendum verhindert.

Weikert, aktuell noch Präsident des Tischtennis-Weltverbandes ITTF, war am Montag von der zuständigen Findungskommission als einer von drei Kandidaten für die DOSB-Präsidentschaft vorgeschlagen worden. Neben ihm stellen sich am Sonntag in Düsseldorf Präsidentin Claudia Bokel vom Deutschen Fechter-Bund (DFeB) und der CSU-Politiker Stephan Mayer den DOSB-Mitgliedsorganisationen vor. Die Wahl findet am 4. Dezember auf der Mitgliederversammlung in Weimar statt.

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