Deutsche Schiri-Kritik: "Ein paar Fehler zu viel"

Robin Wigger
Sport1

Nein, als Grund für die Niederlage wollte Bob Hanning die Schiedsrichter nach Deutschlands 24:25-Pleite in der Hauptrunde der Handball-EM gegen Kroatien gewiss nicht heranziehen.

Und doch hatte der DHB-Vizepräsident klare Mängel erkannt.

"In der ersten Halbzeit haben sie auf alle Fälle eine Rolle gespielt. Ganz offenkundig", sagte Hanning über die Portugiesen Duarte Santos und Ricardo Fonseca.

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Hanning: "Ein paar Fehler zu viel"

In den ersten 30 Minuten, fand Hanning, "waren echt ein paar Böcke drin, ein paar Fehler zu viel. Da habe ich gedacht: Sie müssen erstmal das Niveau ihrer männlichen Spielerkollegen auf dem Feld erreichen."

Satte sechs Zeitstrafen kassierte das Team von Christian Prokop vor der Pause, am Ende hatten die Deutschen mit acht doppelt so viele Strafen angesammelt wie die Kroaten.


"Wir waren gefühlt sehr, sehr oft in Unterzahl in der zweiten Hälfte", sagte der Bundestrainer im ZDF, wobei das Verhältnis nach der Pause (2:2) sogar ausgeglichen war.

"Die Kroaten machen das sehr clever. Die ein oder andere Showeinlage war dabei. Aber so ist das nun mal im Handball, die nutzen das Regelwerk aus", sagte Prokop.

Für Hanning waren die Referees in dieser Phase "kein limitierender Faktor mehr. Da wäre es albern, sich jetzt darauf zu stürzen."

Deutschland in Schlussminuten in Unterzahl

Und doch sorgte zumindest eine Szene noch für Aufregung. Hendrik Pekeler wurde zwei Minuten vor dem Ende auf die Bank verwiesen, die deutsche Mannschaft musste in Unterzahl agieren und kassierte durch Igor Karacic den entscheidenden Treffer.

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"Das kann man sich auf jeden Fall mal angucken. Dafür gibt es den Videoassistenten", sagte Paul Drux über die Aktion, als Pekeler Luka Stepancic im Gesicht traf. Insgesamt "hätte es gut getan, wenn das Spiel mehr in unserer Hand gelegen hätte und die Spieler das entscheiden hätten können."


Zudem habe das Team in der entscheidenden Phase "ein, zwei Pfiffe nicht bekommen".

Aber, da waren sich alle einig, verantwortlich für die Niederlage war das portugiesische Duo definitiv nicht. "Wir haben auch genügend eigene Fehler gemacht", erklärte Kai Häfner.

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