Deutscher Coup! Raseck holt FIFA-20-Titel

Fabian Sieroka, Sportinformationsdienst
Sport1

Ein Finaltag, der alles hatte. Großartige Spiele mit vielen Toren, von Taktik geprägtes Rasenschach und einen ganz besonderen eSportler aus Deutschland.

FIFA-Profi Niklas "NRaseck7" Raseck hat den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere gefeiert. Der 20 Jahre alte eSportler aus Recklinghausen gewann am Sonntag den zweiten FUT Champions Cup in FIFA 20 in Bukarest. Im konsolenübergreifenden Finale überzeugte der Xbox-Spieler auch auf der Playstation, bezwang den zuvor unbesiegten Italiener Diego "Qlash Crazy" Campagnani (1:0, 1:0) und sicherte sich die 50.000 US-Dollar Preisgeld.

Schon zuvor hatte er die wohl beste K.o.-Runde seiner bisherigen Karriere gespielt und unter anderem Titelverteidiger "Tekkz" mit 6:2 aus dem Weg geräumt.

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"Ich kann es gar nicht glauben, ich habe es endlich geschafft", sagte der aktuell vereinslose Raseck nach dem Endspiel.

Nicht glauben konnten es auch die Zuschauer zunächst nicht. Im Viertelfinale stellte sich ihm der amtierende Vize-Weltmeister Mossad "MSdossary" Aldossary (Saudi Arabien) in den Weg und fiel durch grobe Fehler auf. Am Ende siegte NR7 knapp, aber nicht unverdient.

Im Halbfinale war dann der englische Weltklasse-Spieler Donovan "Tekkz" Hunt an der Reihe, der in den beiden vorherigen Runden noch ohne Gegentor geblieben war und Anfang November den ersten FUT Champions Cup in der rumänischen Hauptstadt gewonnen hatte. 

Wiedergutmachung für MoAuba

Der diesjährige WM-Viertelfinalist Raseck ist zudem nach Dylan "DullenMIKE" Neuhausen (heute VfL Wolfsburg) der zweite Deutsche, dem ein Sieg bei einem der Major-Turniere gelang.

Weltmeister Mohammed "MoAuba" Harkous (Fokus Clan) war beim zweiten internationalen Kräftemessen der Saison im Playstation-Viertelfinale ausgeschieden.

Das Turnier in Bukarest war der zweite von sechs FUT Champions Cups, die zur Global Series gehören. Bei allen sechs Auflagen spielen jeweils 32 Spieler pro Konsole (Xbox und Playstation) um Weltranglistenpunkte für die WM-Qualifikation und ein Preisgeld von insgesamt 200.000 Dollar.

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