Deutschland führt eSports-Visum ein

Fabian Sieroka
Sport1

Die Bundesregierung hat Ende Dezember eine neue Visakategorie genehmigt, die eSports-Profis aus Nicht-EU-Ländern deutlich erleichtern wird einen ständigen Wohnsitz in Deutschland zu erhalten.

Deutschland als Vorreiter

Durch das eSports-Visum gibt die Bundesrepublik den Weg für andere Länder vor, da dies weltweit bisher einzigartig ist. Zum Beispiel im Rahmen der DreamHack Leipzig oder der ESL One in Hamburg und Köln finden und fanden schon zahlreiche große eSports-Veranstaltungen in Deutschland statt. Mithilfe des neuen Visums steht weiteren Events nichts mehr im Weg.

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"Das eSports-Visum stärkt Deutschland als Gastgeber für internationale Veranstaltungen und ermöglicht die gezielte Spieleranwerbung aus Drittstaaten. Ein Visum speziell für eSports ist weltweit einmalig und hat Vorbildcharakter für andere Länder. Die Einreisebedingungen für eSports-Profis sollten in Folge international harmonisiert werden, um einen fairen globalen Wettbewerb zu stärken.", konstatiert Hans Jagnow, Präsident des Esport-Bund Deutschland.


Zuletzt machte das nordamerikanische Team Liquid Schlagzeilen aufgrund von Visa-Problemen. Diese gehören in Deutschland bald der Vergangenheit an, andere Staaten könnten nachziehen.

Das eSports-Visum wird sich voraussichtlich dem Gesetz für qualifizierte Zuwanderer anschließen, das im März in Kraft treten soll. Im Kern soll das neue Gesetz es ermöglichen, den Arbeitskräftemangel mithilfe von Nicht-EU-Bürgern nachhaltig auszugleichen.

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