Erster Sieg! Aber deutscher Motor stottert noch

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Erster Sieg! Aber deutscher Motor stottert noch
Erster Sieg! Aber deutscher Motor stottert noch

Auch wenn es streckenweise einem Kraftakt glich und nichts für schwache Nerven wahr - es ist alles wieder geradegerückt bei der Volleyball-EM der Frauen (noch bis 8. September LIVE im TV auf SPORT1 und SPORT1+ sowie im LIVESTREAM):

Nach der Auftaktniederlage gegen Mitfavorit Polen (1:3) hat die deutsche Nationalmannschaft im wegweisenden zweiten Vorrundenspiel gegen Tschechien einen zähen 3:1 (25:23, 20:25, 25:23, 25:21)-Sieg gelandet und nimmt Kurs auf das Achtelfinale. (Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-EM 2021 der Frauen)

“Die drei Punkte waren unheimlich wichtig, auch wenn wir sicherlich nicht den schönsten Volleyball gespielt haben. Tschechien mit seinen vielen Bundesliga-Spielerinnen”, befand Bundestrainer Felix Koslowski. “Es war ein Schritt nach vorn, auch wenn wir spielerisch konstanter werden müssen.”

“Das Wichtigste war, dass wir nun den ersten Sieg eingefahren haben”, erklärte Jennifer Geerties nach Spielende.

Auch die Außenangreiferin übte Selbstkritik: “Wir wissen natürlich, dass wir noch Luft nach oben haben.”

In der Sechsergruppe B stehen drei weitere Spiele an, am Sonntag (ab 17.55 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) geht es nach einem Tag Pause gegen Gastgeber Bulgarien.

Danach folgen Duelle mit Griechenland (Di., ab 16.25 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) und Spanien (Mi., ab 16.25 Uhr LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream).

Volleyball-EM: Deutschland besiegt Tschechien

Vier Teams kommen in jeder der vier Staffeln weiter, für eine möglichst gute Ausgangsposition vor der K.o.-Phase sind weitere Siege nötig. (Tabellen der Volleyball-EM 2021 der Frauen)

Im Duell mit Tschechien im bulgarischen Plowdiw leisteten sich die “Schmetterlinge” immer wieder Unkonzentriertheiten, baute den Kontrahenten so auch unnötigerweise sowohl im verloren gegangenen zweiten Satz als auch im dritten und vierten Durchgang wieder auf. (NEWS: Alles Wichtige zum Volleyball)

Auch wenn Deutschland um Rückkehrerin Louisa Lippmann die insgesamt reifere Leistung mit zudem mehr Durchschlagskraft als beim ersten Turnier-Auftritt. bot (PORTRÄT: Deutschlands Volleyball-Herzstück wieder komplett)

Tschechien, mit einem Sieg über Spanien gestartet (3:1), machte den Schmetterlingen ordentlich Probleme.

“Wir haben noch zu viele Phasen mit Ups und Downs, das müssen wir besser lösen”, so Janiska.

Am Ende des ausgeglichenen ersten Durchgangs sorgte die bis dahin beste deutsche Punktesammlerin Lina Alsmeier für einen Satzball. Nach einem Aufschlag der Außenangreiferin des SSC Palmberg Schwerin setzten die Tschechinnen den Ball ins Aus, ein erster Schritt war gemacht. (SPORT1-CHECK: So stehen die deutschen EM-Chancen)

“Wir haben gesagt, dass wir über die Vorrunde wachsen müssen”, hatte Koslowski (37) rückblickend zur Niederlage vom Donnerstag erklärt und gefordert: “Das Spiel müssen wir abhaken und es gegen Tschechien besser machen.”

Team um Lippmann verspielt mehrfach klare Führung

Das gelang zumindest zeitweise, nach einem kurzzeitigen Ausfall der Lichtanlage im Kolodrum startete das DVV-Team stark in den zweiten Satz und setzte sich bis auf 7:1 ab. In der Folge ging die Ordnung verloren, Tschechien kam zurück.

“Wir müssen aggressiver im Block und in der Abwehr sein, wir laufen immer hinterher”, sagte Koslowski zur Schwächephase. Minuten später war der Satz auch wegen vieler ausgelassener Chancen weg, Spuren hinterließ der Rückschlag nicht.

Die deutsche Mannschaft zog wieder davon (20:15) - und ließ Tschechien wieder herankommen, rettete aber den Satzgewinn. Doch das Auf und Ab ging weiter. Der perfekte Start in Satz vier (6:0) brachte keine Sicherheit.

Bundestrainer Koslowski: “Sauer werden jetzt...”

“Ein bisschen sauer werden jetzt”, sagte Koslowski, nachdem der Vorsprung futsch war: “Konsequent sein in allem, was wir tun.” Seine Schützlinge steigerten sich, mit viel Mühe gelang am Ende der verdiente Sieg, nachdem Lippmann den Matchball verwandelte.

Unterm Strich überwog nach der Achterbahnfahrt aber die Freude: “Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Von den Crunchtime-Momenten haben wir drei für uns entschieden, besonders im vierten Satz mit den Leuten, die von der Bank gekommen sind.”

Durch den wichtigen Erfolg in der “Gruppe mit einem guten Niveau” (Koslowski) sind die DVV-Frauen auf dem Weg zum Minimalziel Viertelfinale im Soll.

In der Runde der letzten 16 drohen bei der in vier Ländern ausgetragenen Europameisterschaft jedoch Spiele gegen die Niederlande oder die Türkei, sollte es in der Vorrunde nicht mit einer vorderen Platzierung klappen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)


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