DFB fordert mehr staatliche Hilfe für Klubs

Sportinformationsdienst
Sport1

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beklagt fehlende Chancen auf staatliche Hilfen für in Not geratene Vereine.

"Sämtliche aktuellen Programme des Bundes sind nicht für gemeinnützige Vereine gedacht. Dies ist auch unabhängig davon, ob und inwieweit ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb besteht", sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge bei dfb.de. Die Erfahrungen mit den staatlichen Hilfsprogrammen seien aus DFB-Sicht ernüchternd: "Damit kann niemand zufrieden sein, gerade was die Vereine an der Amateurbasis angeht." 


Der DFB habe "sehr intensiv alle bestehenden Krisen-Programme ausgewertet und darüber hinaus Kontakt mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gehabt", sagte Osnabrügge, der von erheblichen Problemen an der Basis berichtete: "Die Antworten hierauf sind recht eindeutig: Die krisenbedingten Programme des Bundes richten sich grundsätzlich an Wirtschaftsunternehmen." 

Hilfsprogramme auf Landesebene könnten hilfreich sein, "in Einzelfällen sind sie allerdings davon abhängig, dass der Verein einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb hat". Das Gesamtbild zeige jedoch, dass "weder Bund noch alle Länder erkannt haben, dass es hier wichtige gesellschaftliche Gruppen gibt, die unmittelbar krisengeschädigt sind und die dringend finanzielle Unterstützung benötigen. Ich hoffe sehr, dass sich dies zeitnah ändert."

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