DFB schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Patrick Berger, Florian Plettenberg
Sport1

Ende März hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) noch ein Merkblatt zum Thema Kurzarbeit an seine Fußballvereine und Mitgliedsverbände geschickt. Jetzt ist der Verband aufgrund der anhaltenden Coronakrise selbst davon betroffen.

Auch der DFB schickt nun Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Entsprechende SPORT1-Informationen wurden am Montag vom DFB offiziell bestätigt. Demnach hat der größte Fußball-Verband der Welt Anfang Mai 20 Prozent seiner rund 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. 83 Angestellte aus den Servicebereichen Ticketing, Hospitality und Eventmanagement sind von den Maßnahmen betroffen.

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Auch beim DFB, der immerhin 150 Millionen Euro auf der hohen Kante hat, müssen sie den Gürtel aufgrund der Corona-Krise nun enger schnallen. Für März und April gab es im Übrigen noch keinen Arbeitsausfall, der eine Kurzarbeit gerechtfertigt hätte.

DFB will die Entwicklung abwarten

DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagte kürzlich gegenüber SPORT1: "Wir haben uns mit der Mitarbeitervertretung verständigt, dass wir uns monatlich jeweils auf Basis der dann vorliegenden Gegebenheiten immer wieder neu mit vielen Szenarien beschäftigen müssen, auch damit. Selbstverständlich sind wir uns stets unserer Verantwortung bewusst – sowohl gegenüber der gesamten Gesellschaft, der Gemeinnützigkeit unseres Verbandswesens wie vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern."


Der 49-Jährige sagte außerdem: "Trotz der zu erwartenden Versicherungssummen wird der DFB in allen Erlösbereichen mit erheblichen Ausfällen zu rechnen haben. Als vorsichtige Kaufleute erstellen wir hierzu Planungen, die ausweisen, dass im schlechtesten Fall mit einem Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro vor Steuern gerechnet werden muss, wenn die Situation bis zum Herbst anhält."

Die Mitarbeiter sind zunächst auf unbestimmte Zeit in Kurzarbeit. Man wolle, so heißt es beim DFB, die aktuelle Entwicklung abwarten. Sollte der Spielbetrieb demnächst wieder aufgenommen werden, würde man auch die Mitarbeiter wieder aus der Kurzarbeit rausholen.

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