DFB-Team: Löws "Erfolgsrezepte": Geduld mit Götze, Chance für Kruse

Bei einem Koch-Event in Hamburg gewährte Bundestrainer Joachim Löw Einblicke in seine Pläne für den Confed Cup. Während das Turnier für Mario Götze zu früh kommt, darf Max Kruse auf eine Nominierung hoffen..

Bei einem Koch-Event in Hamburg gewährte Bundestrainer Joachim Löw Einblicke in seine Pläne für den Confed Cup. Während das Turnier für Mario Götze zu früh kommt, darf Max Kruse auf eine Nominierung hoffen..

"Mit dem Ball kann ich aber immer noch besser umgehen als mit dem Kochlöffel", sagte Löw bei der launigen Vorstellung seines Kochbuchs "Erfolgsrezepte" in Mälzers Restaurant Bullerei in Hamburg.

Neben seinen persönlichen Gourmet-Geheimnissen gestattete der 57-Jährige auch einen Einblick in seine Planungen für den Confed Cup und verkündete eine Personal-Entscheidung. Mario Götze wird nicht dabei sein, wenn Löw noch vor dem Ende der Bundesliga-Saison seinen Kader bekannt gibt. Zwar rechnet der Bundestrainer mit einer "vollumfänglichen" Genesung des Weltmeisters - für das Turnier im Sommer in Russland (17. Juni bis 2. Juli) ist der Offensivspieler von Borussia Dortmund aber "kein Thema".

Werder Bremens Torjäger Max Kruse darf sich dagegen immer größere Hoffnung auf ein baldiges DFB-Comeback machen, Löw schwärmte regelrecht von dem vor einem Jahr in Ungnade gefallenen Angreifer. "Ich habe nie gesagt, dass seine Karriere in der Nationalmannschaft zu Ende ist", sagte Löw. Kruse habe "sicherlich mal einen Denkzettel erhalten. Aber wenn man ihn jetzt sieht, freue ich mich über seine Leistung."

Kruse hat "hohe Spielintelligenz"

Eine Entscheidung über seinen Einsatz fällt in den kommenden Wochen. "Die Kadernominierung wird vor dem letzten Bundesliga-Spieltag sein", sagte Löw und verwies auf anstehende Gespräche mit Vereinen und Spielern. Werder-Stürmer Kruse bescheinigte Löw "im Moment eine sehr gute Form, nicht nur wegen seiner vier Tore gegen Ingolstadt", und eine "hohe Spielintelligenz". Kruse sei "beweglich, agil und dynamisch. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall", sagte Löw.

Im Fall Götze beweist der Bundestrainer Geduld. Götze solle sich die "Zeit nehmen, die er braucht, um dann möglichst in der Vorbereitung wieder voll belastbar zu sein". Götze fühle sich besser, sagte Löw. Die Therapie habe "ganz gut angeschlagen. Man weiß eines: Er wird wieder vollumfänglich belastbar sein und wieder spielen können."

Götze hatte sich Ende Februar wegen einer Stoffwechselstörung für unbestimmte Zeit abgemeldet. "Es war für ihn eine Erlösung, dass man der Sache auf den Grund gegangen ist und einen wichtigen Grund gefunden hat, woran es lag", sagte Löw.

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am 6. Juni ein Länderspiel in Kopenhagen gegen Dänemark. Am 10. Juni geht es in der WM-Qualifikation in Nürnberg gegen San Marino, ehe das Turnier in Russland ansteht.

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