DFL vertagt Abstiegsfrage und beschließt Wechsel-Revolution

SPORT1, Sportinformationsdienst
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Wichtige Fragen vor dem Neustart der Bundesliga sind geklärt - ein zentraler und zuletzt kontrovers diskutierter Punkt bleibt aber offen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird sich erst in den kommenden zwei Wochen mit den Folgen eines möglichen Saisonabbruchs und der damit verbundenen Frage der Auf- und Abstiegsregelung befassen.

Das teilte die DFL nach der Mitgliederversammlung am Donnerstag mit, bei der eine Regelung hinsichtlich der sportlichen Wertung "nicht vertiefend erörtert" worden war.

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Saisonfortsetzung auch nach dem 30. Juni möglich

Ein entsprechendes Papier der DFL, wonach bei einem vorzeitigen Saisonabbruch der in dem Moment aktuelle Tabellenstand gewertet werden soll, hatte am Mittwoch innerhalb der Liga kontroverse Diskussionen ausgelöst. Die eigentlich für Donnerstag geplante Abstimmung darüber, wurde nun vertagt. Um eine Einigung zu erzielen, braucht es nun wohl einen modifizierten Antrag. Dabei ist die Zeit knapp. Schließlich erscheint ein Abbruch aus vielerlei Gründen jederzeit möglich.

Beschlossen wurde hingegen, dass die Saison auch nach dem 30. Juni fortgesetzt werden kann, sofern bis zu diesem Datum die verbliebenen Spiele nicht stattfinden können. Auch Relegationsspiele sollen wie geplant stattfinden.

Fünf Auswechslungen - mit Einschränkungen

Außerdem stehen den Mannschaften fortan fünf statt drei Auswechslungen zur Verfügung - einem taktisches Zeitspiel wurde aber ein Riegel vorgeschoben.

Für die fünf Auswechslungen sollen die Mannschaften nämlich nur "drei Gelegenheiten" erhalten. Die "Kommission Fußball" der DFL empfiehlt zudem, dass maximal zwei Spieler gleichzeitig eingewechselt werden.

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"Ich freue mich, dass wir fünf Spieler auswechseln können", sagte Trainer Lucien Favre von Borussia Dortmund: "Das ist eine sehr, sehr gute Idee. Das wird nötig." Ähnlich reagierte Favres Kollege Marco Rose von Borussia Mönchengladbach: "Das ist eine gute Entscheidung. Wir haben die Möglichkeit, unsere Spieler zu entlasten."

Für den Fall einer Verlängerung in den Relegations-Rückspielen erhalten beide Mannschaften eine zusätzliche Wechseloption, von der sie entweder vor Anpfiff oder in der Pause der Verlängerung Gebrauch machen können.

Heimspielrecht vorerst außer Kraft gesetzt

Im weiteren Verlauf der wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März unterbrochenen Saison kann ein Spiel zudem aus "übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion" ausgetragen werden.

Außerdem wurden das Hygienekonzept in die DFL-Spielordnung aufgenommen und dem DFL-Präsidium gestattet, die Wechselperioden der kommenden Saison im Rahmen der FIFA-Vorgaben zu verändern.

In finanzieller Hinsicht greift die DFL den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unter die Arme.

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