Di Marias Ehefrau: Böse Abrechnung mit England

Martin Hoffmann
Sport1

Ältere Bundesliga-Fans erinnern sich an das legendäre Verbot an Valdas Ivanauskas, zum VfL Wolfsburg zu wechseln - ausgesprochen von dessen Ehefrau.

"Valdas, ich liebe dich, aber ich kann nicht in Wolfsburg leben", soll Beatrix Ivanauskas ihrem Gatten einst gesagt und damit einen Transfer vom Hamburger SV zum Nord-Rivalen verhindert haben.

Jorgelina Cardoso, Ehefrau des argentinischen Star-Stürmers Ángel Di María, hatte offensichtlich ähnliche Vorbehalte, als es ihren Mann 2014 von Real Madrid zu Manchester United zog. Verhindern konnte sie den Umzug des nun bei Paris Saint-Germain unter Thomas Tuchel spielenden Di María damals nicht. Dafür rechnet sie nun umso böser mit der Stadt Manchester und ganz England ab.

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Jorgelina Cardoso: "Geh nur nicht nach England"

"Ich habe zu ihm gesagt: Geh in jedes Land, das du willst - nur nicht nach England", erinnert sich die 37-Jährige in einem Interview mit der argentinischen Boulevard-Talkshow Los Angeles de la Mañana ("Die Engel des Morgens").

In ihrer gar nicht engelhaften Rückschau beruft sich Cardoso auf schlechte Erfahrungen, die sie bei einem Besuch von Diego Maradonas Tochter Gianinna machte, der Ehefrau des langjährigen Manchester-City-Stürmers Serio Agüero. Die Stadt Manchester hätte dabei keinen guten Eindruck hinterlassen: "Es war schrecklich! Ein Scheißloch!"

Als Di María dann trotzdem zu United wechselte, blieb Cardoso unversöhnlich: "Ich mochte nichts dort, gar nichts! Die Frauen waren alle bleich und spießig. Du gehst auf die Straße und denkst dir, ob die dich umbringen wollen oder was. Das Essen ist ekelhaft. Und die Frauen aufgetakelt bis zum Gehtnichtmehr - während ich ungeschminkt und mit Dutt herumlief."


Ángel Di María nur ein Jahr bei Manchester United

Warum Di María sich trotz ihrer Proteste nicht abhalten ließ von dem Wechsel nach England? Auch da ist Cardoso offenherzig.

"Es war viel Geld im Spiel", erklärt sie: "In Spanien haben sie uns Geld-Greifer genannt - und sie hatten Recht! Wenn du einen Arbeitsplatz hast und ein Konkurrenzunternehmen bietet dir das Doppelte - natürlich wechselt du dann!"

ManUnited zahlte damals 75 Millionen Euro für Di María, der in der Premier League aber auch sportlich nicht glücklich wurde: In 32 Pflichtspielen schoss er nur vier Tore, berichtete zudem von internen Reibereien mit dem früheren FC-Bayern-Coach Louis van Gaal.

Nach einer Saison wurde er für 50 Millionen an PSG weiterverkauft, wo es deutlich besser läuft: Der 32-Jährige ist bei Tuchel bis heute als Rechtsaußen gesetzt, wurde in der soeben wegen Corona abgebrochenen Ligue-1-Saison zum vierten Mal Französischer Meister.

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