Dortmunds Talentflut: Wer schafft jetzt den Durchbruch?

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Dortmunds Talentflut: Wer schafft jetzt den Durchbruch?
Dortmunds Talentflut: Wer schafft jetzt den Durchbruch?

Es ist gleichzeitig ein Fluch und ein Segen für den neuen BVB-Trainer Marco Rose.

Einerseits musste er ohne viele Starspieler, die bei der Europameisterschaft teilnahmen, in die Vorbereitung starten. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Andererseits eröffnet das Möglichkeiten für Spieler, die sonst wohl unter dem Radar fliegen würden.

Das zeigte sich beim ersten Testspiel, dem 2:0 beim FC Gießen - dem Premieren-Sieg von Rose. Nach der Pause bot der neue Coach nur Spieler der U23 auf und auch von Beginn an standen einige Talente auf dem Rasen, die sich unbedingt zeigen wollen.

Doch welche BVB-Talente könnten in dieser Saison eine Rolle spielen? Wer hat das Potenzial, in die Fußstapfen von Jadon Sancho zu treten, der sich beim BVB vom hoffnungsvollen Talent zum Superstar entwickelte und nun unmittelbar vor einem 85-Millionen-Wechsel zu Manchester United steht?

SPORT1 gibt einen Überblick.

Luca Unbehaun

Der in Bochum geborene Keeper war einer von nur zwei Spielern des BVB in der zweiten Hälfte, die einen Profivertrag bei den Borussen haben. Der 20-Jährige hat bereits 31 Spiele für die Reserve absolviert und war immer wieder im Kader bei den Profis. Zu einem Einsatz hat es aber nie gereicht.

Ein "junger Torhüter, der fußballerisch richtig gute Anlagen hat", beschrieb ihn Dortmunds Torwart-Trainer Matthias Kleinsteiber: "In puncto Strafraumbeherrschung und Torverteidigung muss er sich allerdings weiter verbessern." Mittlerweile glauben die Verantwortlichen im Klub aber wohl nicht mehr daran, dass er sich beim BVB durchsetzen kann.

Unbehaun versucht sich in der Vorbereitung zu zeigen, doch mit Gregor Kobel hat Dortmund einen jungen Torwart verpflichtet, der die Zukunft sein soll. Er spielt also nicht nur für Rose, sondern vielleicht auch für andere Klubs. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2022, im nächsten Jahr wird also spätestens eine Entscheidung fallen.

Tobias Raschl

Raschl war der zweite im Bunde, der mit einem Profivertrag ausgestattet ist. Im Juni 2020 gab er unter Lucien Favre sein Debüt für die Schwarz-Gelben in der Bundesliga. Seitdem ist es aber ruhig um den zentralen Mittelfeldspieler geworden.

Raschls Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2022, in diesem Sommer könnte für den 21-Jährigen die vorerst letzte Chance sein, sich für die Profis zu empfehlen. Er muss Rose überzeugen, um eine Zukunft beim BVB zu haben.

Nnamdi Collins

Der 1,91 Meter große Innenverteidiger dürfte mit die besten Chancen der BVB-Talente zu haben, sich in den Fokus von Rose zu spielen. Der erst 17-Jährige startete gegen Gießen und darf sich auch im Trainingslager in Bad Ragaz beweisen.

Schon vor einem Jahr hat der gebürtige Düsseldorfer einen Profivertrag bis 2023 unterschrieben. Trotz seines jungen Alters soll er die Saison wohl im Kader der Profis absolvieren. Er könnte sogar der vierte Innenverteidiger des BVB werden.

Als Collins bei den Borussen unterschrieb, hatte er auch andere Angebote von namhaften Klubs. Wegen der guten Aussichten blieb er in Dortmund - aber wohl nicht, um noch allzu lange in den Jugendteams zu kicken.

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Albin Thaqi

Thaqi bildete mit Collins die Innenverteidigung im Testspiel. Der 19-Jährige machte bereits acht Spiele für die zweite Mannschaft der Dortmunder. Zum Ende der letzten Saison wusste er dort auch durchaus zu überzeugen.

In der momentanen Einschätzung im Klub ordnet sich Thaqi allerdings hinter dem jüngeren Collins ein, dem mehr Potenzial und auch jetzt schon mehr Souveränität und Zweikampfstärke nachgesagt wird.

Göktan Gürpüz

Der 18-Jährige startete ebenfalls gegen Gießen - und zwar auf der Acht. Der in Duisburg geborene Türke ist im zentralen Mittelfeld zu Hause und machte sich in der Jugendabteilung des BVB einen Namen als aufstrebendes Talent.

Für einen Einsatz in der Reserve hat es allerdings noch nicht gereicht. In der Vorbereitung darf er nun aber mit den Profis trainieren und zeigt im Training gute Ansätze. Er wird wohl noch ein Übergangsjahr in der zweiten Mannschaft brauchen, dann ist ein Durchbruch bei den Profis aber nicht ausgeschlossen.

Ansgar Knauff

Der Stürmer erzielte das erste BVB-Tor unter Rose, als er die Dortmunder im Test gegen Gießen in Führung brachte.

Der 19 Jahre alte Deutsch-Ghanaer gilt als eines der größten Offensiv-Talente des BVB und erzielte sogar schon einen Treffer für die Profis, das Siegtor beim 3:2-Erfolg der Dortmunder in Stuttgart in der vergangenen Bundesliga-Saison.

"Borussia Dortmund ist dafür bekannt, dass 19-Jährige die Siegtore schießen können", hatte Edin Terzic nach der Partie gesagt. Er hält große Stücke auf Knauff, der sich nun unter Rose einen dauerhaften Platz im BVB-Kader erkämpfen will. Die Anlagen dazu hat er. Er dürfte eine echte Chance auf einige Einsätze in der kommenden Saison haben.

Steffen Tigges

Mit 22 Treffern schoss Tigges die zweite Mannschaft des BVB in der vergangenen Saison in die 3. Liga. Der Stürmer war außerdem der Kapitän des Teams - gelingt ihm unter Rose nun der nächste Schritt?

Ein Mann für die erste Elf wird der 22-Jährige mit Sicherheit nicht, er ist wohl als Stürmer Nummer drei eingeplant. Zu dem einen oder anderen Einsatz könnte er aber wie bereits in der vergangenen Saison erneut kommen - und dann muss der Mann aus Osnabrück seine Chance nutzen.

Jamie Bynoe-Gittens

Der 16-Jährige gilt als sehr großes Talent. Er kam im Sommer 2020 von Manchester City, was ihm Vergleiche mit Jadon Sancho einbringt. Auch die Position als Außenstürmer erinnert an den englischen Nationalspieler, der vor einem Wechsel zu Manchester United steht.

Bynoe-Gittens spielt in der U19 des BVB und muss noch an seiner Fitness arbeiten. Sein Talent ist aber unbestritten, die Zeit des Engländers wird in den nächsten Jahren noch kommen. Da schadet es nicht, unter Rose bereits erste Erfahrungen zu sammeln.

Soumaila Coulibaly

Der junge Franzose muss nach seinem Kreuzbandriss erst langsam wieder aufgebaut werden. Der 17-Jährige kommt daher nicht mit den besten Vorzeichen aus Paris nach Dortmund, doch beim BVB sind sie von seinem Talent überzeugt.

Der Innenverteidiger soll langsam an das Team herangeführt werden, sobald er wieder topfit ist.

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