Diese Entscheidung trübt das deutsche Tennismärchen

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In Wimbledon verzücken Tatjana Maria und Julia Niemeier aktuell die deutschen Tennisfans. Im Viertelfinale kommt es nun zum direkten Duell. Doch eine bestimmte Regeländerung dieses Jahr trübt die Freude.

Tatjana Maria
Ein deutsches Tennismärchen mit gleich zwei Protagonistinnen: Eine von ihnen - Tatjana Maria. (Bild: REUTERS/Toby Melville)

Tatjana Maria und Jule Niemeier begeistern in Wimbledon die Tennisfans. Die zweifache Mutter Maria und die Newcomerin Niemeier stehen beide zum ersten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Viertelfinale.

Im direkten Duell entscheidet sich am Dienstag, wer seine bisherige Erfolgsgeschichte mit dem Halbfinaleinzug krönt. Von Rivalität scheint jedoch vor dem Aufeinandertreffen keine Spur zu sein.

"Das hätten wir beide unterschrieben, als wir hergeflogen sind", erklärte Niemeier nach ihrem Sieg gegen die Britin Heather Watson bei "Sky" und fügte hinzu: "Ich freue mich extrem zu wissen, dass auf jeden Fall eine deutsche Spielerin im Halbfinale ist."

Wimbledon-Viertelfinale: Maria trifft auf Niemeier

Egal, welche der beiden letztlich in die Runde der letzten Vier einzieht, in einem Punkt sind allerdings beide auf eine gewisse Art Verliererinnen - denn dass sie ausgerechnet in diesem Jahr in Wimbledon so erfolgreich abschneiden, hat einen Haken.

Aufgrund der Entscheidung des All England Lawn Tennis and Croquet Club als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, dass keine Spielerinnen und Spieler aus Russland oder Belarus zuzulassen sind, verkündeten ATP und WTA, dass in diesem Jahr keine Weltranglistenpunkte in Wimbledon vergeben werden.

Damit entgehen Maria und Niemeier mit dem Erreichen des Viertelfinales bereits 430 Punkte. Ein Halbfinaleinzug würde sogar 780 Punkte einbringen. Für Maria - aktuell Nummer 97 der Weltrangliste - und Niemeier (Nr. 108) ist das insoweit enttäuschend, da sie jetzt bereits an den Top 50 anklopfen würden. Mit dem Einzug ins Halbfinale wären sogar die Top 30 in Reichweite.

Damit würde Maria, die bereits seit 2005 auf der WTA-Tour aktiv ist, ihre beste Karriereplatzierung erreichen. Bisher steht als Bestmarke ein 46. Platz (6. November 2017) zu Buche.

Keine Weltranglistenpunkte in Wimbledon

So wäre die Ausgangslage für die kommenden Wochen und Monate eine vollkommen andere. In den Setzlisten würden die beiden Deutschen weiter nach vorne rutschen und müssten weniger Qualifikationen spielen, um ins Hauptfeld zu gelangen.

Diesem kleinen Makel werden sie mindestens bis nach dem direkten Duell aber wohl nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Immerhin geht es immer noch um das Halbfinale in Wimbledon - das Mekka des Tennissports. Und auch für Tennis-Deutschland sei es super, "dass wir zwei gegeneinander spielen, das hätte am Anfang keiner gedacht", meinte Maria.

Im Video: Wimbledon - BVB-Stars feiern Jule Niemeier

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