Warum? Vier Fragen muss sich Flick gefallen lassen

Schon wieder WM-Angst!

Auch wenn der Kampf noch nicht verloren ist: Das 1:2 gegen Japan ruft Erinnerungen an die Russland-Blamage vor viereinhalb Jahren wach. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

Kein Wunder bei dieser wackelnden, immer für mindestens ein Gegentor guten Defensive. Kein Wunder auch bei diesem schludrigen Umgang mit eigenen Torchancen.

Hansi Flick ist kein Zauberer. Er kann sich keinen Weltklasse-Torjäger backen. Und eine goldene Generation mit Spielern wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Lukas Podolski oder Miroslav Klose, die Euphorie im Land auslösen, ist ebenso wenig in Sicht. (DFB-Team blamiert sich: Die Stimmen)

Unbequeme Fragen an den Bundestrainer

Flick und dieses Projekt benötigen Zeit. Und dennoch ist die Pleite zum WM-Auftakt in Katar auch die des Bundestrainers! (Taktik-Analyse: So wurde Flick ausgecoacht)

Flick muss sich Fragen gefallen lassen wie:

Warum experimentierte er in der Abwehr herum und ließ den im Nationalteam bislang immer als Innenverteidiger eingesetzten Niklas Süle plötzlich hinten rechts spielen?

Warum begann stattdessen Nico Schlotterbeck, der in seinen ersten sechs Länderspielen mit drei verschuldeten Elfmetern mehr Unsicherheitsfaktor als Stabilisator war, im Abwehrzentrum? (Experten watschen BVB-Stars ab!)

Warum musste mit Jamal Musiala der einzige gefährliche Angreifer vor dem wieder einmal völlig abgemeldeten Kai Havertz oder dem glücklosen Serge Gnabry runter? (Einzelkritik zu Deutschland - Japan)

Gündogan-Auswechslung als Knackpunkt

Und vor allem: Warum sprengte Flick nach einer guten Stunde, beim Stand von 1:0, die gut funktionierende Schaltzentrale im Mittelfeld und nahm anstelle des ballsicheren Taktgebers Ilkay Gündogan nicht einen Offensivspieler für Leon Goretzka vom Feld? (NEWS: Diese Gündogan-Kritik hat es in sich)

Gündogan selbst sagte nach dem Spiel, er hätte problemlos zu Ende spielen können. Es kam nicht von ungefähr, dass das Kräfteverhältnis just nach seiner Auswechslung kippte, die Japaner die Kontrolle übernahmen und die deutsche Elf innerhalb von wenigen Minuten aushebelten.

„Brutal enttäuscht“ war Flick deshalb nicht ohne Grund. Denn diese Niederlage wäre vermeidbar gewesen. Selbst schuld! Immerhin bleiben noch 180 Minuten, um das nächste WM-Debakel abzuwenden.

Doch der nächste Gegner ist nicht schlechter als Japan. Im Gegenteil. Es ist Angstgegner Spanien. Beflügelt durch ein 7:0 im Auftaktspiel gegen Costa Rica.