Ist SIE der Grund für Lampards Aus bei Chelsea?

SPORT1
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Frank Lampard ist am Montag als Trainer vom FC Chelsea entlassen worden. Und das einen Tag nach dem 3:1-Sieg im FA Cup gegen Luton Town.

Dass die Verantwortlichen der Blues trotz des Sieges die Reißleine zogen, hat laut The Athletic ohnehin mehr als nur sportliche Gründe, an denen es angesichts von Tabellenplatz neun in der Liga jedoch auch nicht mangelt. (Premier League: Die Tabelle)

So soll Lampard während seiner Amtszeit immer wieder mit Sportdirektorin Marina Granovskaia aneinandergeraten sein.

Lampard im Zwist mit Granovskaia

Dabei ging es offenbar auch um den Umgang mit Kepa Arrizabalaga, dem bis heute teuersten Torwart der Welt, den Granovskaia 2018 für 80 Millionen Euro verpflichtete - und den Lampard zum Ende der letzten Saison zur Nummer zwei degradierte.

Das soll der Chelsea-Chefin gar nicht geschmeckt haben, weshalb sie dem Bericht zufolge auch dagegen war, im Sommer einen neuen Torwart zu verpflichten. Stattdessen bat Granovskaia offenbar Lampard, Kepa dabei zu helfen, sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen - vergeblich. Denn letztlich kam mit Edouard Mendy von Stades Rennes doch ein neuer Keeper.

Sauer aufgestoßen soll den Vereinsverantwortlichen im Sommer zudem Lampards Absicht gewesen sein, Antonio Rüdiger zu verkaufen. Denn der deutsche Nationalspieler, der seit 2017 für den Londoner Klub die Schuhe schnürt, genießt innerhalb des Vereins ein hohes Ansehen.

Für weitere Knicke in der Beziehung zwischen Lampard und der Führungsebene um Granovskaia sorgten offenbar die Transferziele Declan Rice und James Tarkowski, die dem Bericht zufolge Wunschspieler der Blues-Legende waren.

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Lampard bekommt Wunschspieler nicht

Gerade bei Rice sollen die Meinungen stark auseinandergegangen sein. Während Lampard immer wieder auf eine Verpflichtung gepocht haben soll, soll es bei der Führungsetage der Blues Bedenken gegeben haben. Schließlich hatte der Klub Rice als Jugendlichen 2013 ziehen lassen und fürchtete deshalb jede Menge Spott, würden sie den englischen Nationalspieler für kolportierte nun 70 Millionen Pfund zurückholen.

Letztlich nahm das Führungspersonal daher Abstand von der Verpflichtung des Sechsers - ebenso wie von Tarkowski.

Doch nicht nur die Verantwortlichen des Klubs, sondern auch einzelne Spieler sollen zuletzt zunehmend unzufrieden mit Lampard gewesen sein. Seine öffentliche Kritik an seinen Spielern soll mehrere Akteure "verletzt" haben.

So kam es wenig überraschend, dass Chelsea am Montag schließlich die Beurlaubung Lampards bekanntgab – und bereits einen Nachfolger an der Angel hat. Thomas Tuchels Flug nach London ist für den heutigen Dienstag gebucht. Er soll nach Möglichkeit gleich das Training leiten.