Diese neuen Regeln gibt es unter Rose

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Diese neuen Regeln gibt es unter Rose
Diese neuen Regeln gibt es unter Rose

Marco Reus, Julian Brandt und Co. müssen in diesen Tagen sehr viel Geduld mitbringen. (NEWS: Alles zur Bundesliga)

Die Trainingseinheiten unter Marco Rose sind für die Profis von Borussia Dortmund nämlich lang, intensiv und vor allem: äußerst taktisch geprägt.

Immer wieder unterbricht der neue Trainer die Übungen. "Bewegung!", ruft Rose rein. "Beobachten! Wenn der Raum aufgeht, schieben wir mit Tempo rein!"

Rose legt beim BVB lautstark los

Rose erklärt viel, gibt Anweisungen und spricht dabei lautstark mit seinen Spielern. Seit zwölf Tagen ist der vorige Gladbach-Coach nun in Amt und Würden bei Borussia Dortmund - und gibt sofort Vollgas. "Unser Thema der ersten Wochen war Intensität", beschreibt Rose seine ersten Arbeitstage. "Wir haben uns ein paar Prinzipien gegen den Ball erarbeitet."

In drei verschiedenen Grundformationen hat der neue Coach in der vergangenen Woche das Anlaufverhalten geübt. Die Spieler sollen – wie schon unter seiner Ägide in Gladbach – hoch pressen, die Bälle früh erobern und den Gegner attackieren. Genau deshalb hat der BVB den 44-Jährigen als Nachfolger des im Dezember entlassenen Lucien Favre geholt: "Marco steht für einen modernen, offensiven und attackierenden Fußball, der sehr gut zu Borussia Dortmund passt", hatte Sportchef Michael Zorc auf einer gemeinsamen Pressekonferenz vor knapp zwei Wochen erklärt.

Hans-Joachim Watzke erhofft sich indes einen Fußball, der die Menschen in Dortmund wieder begeistert. "Wir machen das ja nicht nur für uns. Wir wollen das BVB-Gefühl haben und die Zuschauer mitnehmen", meint der Klub-Boss. (SERVICE: Spielplan der Bundesliga)

"Nach Dortmund passt Arbeiterfußball"

Damit das auch wirklich gelingt, will Rose mit seiner Mannschaft taktisch flexibel sein. "Wir wollen Dreierkette, Viererkette und Raute spielen können", sagt er. "Auch das 4-3-3 und 4-3-2-1, was Edin (Terzic) zuletzt gespielt hat, ist sehr interessant. Für uns geht es darum, unabhängig von der Grundordnung Dinge auszustrahlen, mit denen sich die Menschen hier identifizieren können."

Identifizieren können sich die Leute im Pott vor allem mit erfrischendem und begeisternden Offensivfußball, bei dem allerdings auch die kämpferischen Komponenten nicht zu kurz kommen. Das weiß freilich auch Rose: "Nach Dortmund passt Arbeiterfußball, das bedeutet viel zu investieren und zu laufen. Wir wollen Bälle gewinnen und das Stadion hinter uns bringen. Wir haben aber auch den Anspruch guten Fußball zu spielen und Gegner zu dominieren."

Nicht nur fußballerisch will Rose mit seinem Trainerstab um die Assistenten Alexander Zickler, René Maric und Patrick Eibenberger einige Dinge verändern. Nach SPORT1-Informationen hat er auch hinter den Kulissen einige neue Regeln aufgestellt: So gilt im Fitness- und Kraftraum sowie auf der Liege bei den Physiotherapeuten absolutes Handy-Verbot! Unter Terzic und Favre war das noch erlaubt. Die Spieler sollen sich voll konzentrieren, sich nicht ablenken lassen und vor allem unterhalten. In der Kabine dagegen ist die Handy-Nutzung weiterhin okay.

Neue Chance für Brandt und Schulz?

Zurzeit trainiert Rose noch mit einem Rumpfteam. Elf Feldspieler und drei Torhüter waren in den ersten Tagen dabei. Ab Montag steigen Giovanni Reyna und Erling Haaland wieder ins Teamtraining ein. Die EM-Teilnehmer haben allesamt noch Urlaub und kehren überwiegend im Trainingslager in Bad Ragaz/Schweiz zum Team zurück (23. bis 31. Juli).

Am Dienstag (18.30 Uhr) steht der erste BVB-Test unter Rose an. Beim Match in Gießen gegen den dortigen Regionalligisten werden sicherlich auch Julian Brandt und Nico Schulz viele Spielanteile kriegen. Die beiden Nationalspieler, die für die EM nicht berücksichtigt wurden, könnten unter Rose eine neue Chance erhalten.

Beide waren im Sommer 2019 für 25 Millionen Euro aus Leverkusen beziehungsweise Hoffenheim geholt worden, blieben allerdings hinter den großen Erwartungen zurück. Auch deshalb hat Rose die Zeit im Training genutzt, um längere Einzelgespräche mit ihnen zu führen. "Ich schnappe mir jeden Tag ein oder zwei Spieler", sagt Rose. "Wir wollen über die persönliche Situation reden und einen gemeinsamen Weg finden."

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Rose hielt auch im Urlaub Kontakt mit den Spielern

Brandt findet das gut: "Er ist sehr offen", sagt der Mittelfeldspieler über den neuen Trainer. "Man spürt, wie viel Lust er auf die Mannschaft hat. Er ist aber auch extrem fordernd. Der erste Eindruck ist sehr gut. Wir hatten erste gute Tage."

Rose führte nicht nur auf den Platz viele Einzelgespräche mit den Spielern, sondern hielt auch im Urlaub Kontakt zu ihnen. So telefonierte er zum Beispiel oft mit Erling Haaland oder auch Mahmoud Dahoud. Auch Rose ist es zu verdanken, dass Mittelfeldspieler Dahoud seinen 2022 auslaufenden Vertrag demnächst in Dortmund verlängern wird.

Neue Kabinen-Regel, Taktik-Training und viele Einzelgespräche – Rose packt in seinen ersten Tagen richtig an.

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