Dietrich Mateschitz nach Spielberg: Diskussion um Sieg war ihm egal

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Der Große Preis von Österreich war eines der großen Highlights in Red Bulls Formel-1-Saison 2019. Max Verstappen bescherte den Bullen nach 2018 den zweiten "Heimsieg" in Folge - mit einer spektakulären Aufholjagd. "Max hatte ein sehr gutes Qualifying. [...] Und dann ist der Start komplett in die Hose gegangen", erinnert sich Helmut Marko im Gespräch mit 'motorsport.com' zurück.

Der Niederländer war von Platz zwei gestartet, fiel allerdings bis auf Rang sieben zurück. "Und da habe ich mir schon gedacht: 'Oje'. Wir haben vorher schon diskutiert, wer auf das Podium gehen wird, falls wir gewinnen. Und nach fünf Sekunden war der Traum vorbei", so Marko. Doch anschließend sei Verstappen "zu unglaublicher Form aufgelaufen", erinnert sich Red Bulls Motorsportkonsulent.

"Unser Frontflügel hat unser Chassis ganz klar auf den Stand gebracht, den wir erwartet haben. Und auch das Reifenmanagement und wie er dann durchs Feld gepflügt ist, das war schon unglaublich. Umso größer die Erleichterung dann [bei der] Leclerc-Überholung", verrät Marko. In den Schlussrunden schnappte sich Verstappen den Ferrari-Piloten und damit den Sieg - allerdings nicht ohne Kontroverse.

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Nach dem Rennen gab es eine Untersuchung gegen Verstappen, der Leclerc bei dem Manöver etwas von der Strecke schob. Letztendlich kam der Niederländer ohne Strafe davon, doch es dauerte mehrere Stunden, bevor die Rennkommissare eine Entscheidung trafen. Gerüchteweise soll diese Untersuchung vor allem Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz gar nicht geschmeckt haben.

Die Spekulationen gingen damals sogar so weit, dass Mateschitz sich aus der Formel 1 zurückziehen könnte, falls es eine Strafe gegen Verstappen gibt. Damit räumt Marko nun auf. Tatsächlich sei "eigentlich das Gegenteil der Fall gewesen", so der Österreicher. "Mateschitz hat dann, als dieses Theater aufgekommen ist mit der Untersuchung, zu uns gesagt: 'Egal, wir haben dieses Rennen gewonnen'", berichtet er.

"'Was die entscheiden, berührt uns eigentlich nicht mehr, denn wir sind die moralischen Sieger'. Das ist ganz toll, wenn man dann so einen Chef hat, der sich dann nicht von irgendwelchen spitzfindigen Entscheidungen der Kommissare beirren lässt", so Marko. Emotional sei der Österreich-GP so oder so "ein großes Highlight" der abgelaufenen Saison gewesen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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