Price dank Blackout weiter: So reagiert O'Connor

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Gerwyn Price ist dank eines äußerst kuriosen Rechenfehlers in die 3. Runde der Darts-WM 2020 (täglich LIVE im TV auf SPORT1) eingezogen.

Der Waliser gewann den entscheidenden fünften Satz gegen William O'Connor mit 4:2, weil sich der Ire fatal verrechnete.


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O'Connor warf beim Stand von 2:2 Legs und vier Punkten Rest auf die Doppel-1 statt die Doppel-2 und verpasste es, das Leg auszuchecken. Price gelang dadurch das Break zum 3:2, wenige Minuten später war der Sieg perfekt.

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"Ich hatte Glück, dass Willie auf das falsche Double geworfen hat, aber ich werde ihm nicht auf die Schulter klopfen und ihm das sagen", ließ Price nach der Partie verlauten.

O'Connor reagiert verwirrt

Dem Pechvogel selbst war nach der Partie nicht ganz klar, was überhaupt passiert war. Auf die kuriose Szene von einem Journalisten angesprochen sagte der Ire bei PDC Radio: "Ich weiß es nicht. Vielleicht dachte ich, dass ich noch zwei Rest hatte. Ich habe wahrscheinlich eine Zwei auf der Ergebnistafel gesehen und dann auf die Doppel-Eins geworfen."


Obwohl sein Blackout nur wenige Minuten zuvor passiert war, konnte sich O'Connor nicht exakt an den Verlauf erinnern: "Ich weiß nicht mehr genau, was an der Tafel geschrieben stand und was gesagt wurde."

Price mit negativer Körpersprache

Price, als Bad Boy des Darts bekannt, legte zwar einen Blitzstart hin und führte schnell mit 2:0 Legs, anschließend brach der "Iceman" aber förmlich ein und traf immer wieder die (Triple-)1 statt die (Triple-)20.

Vor allem auf die Doppel offenbarte er lange Zeit große Schwächen, sein Gegner checkte dagegen bis zum letzten Satz beeindruckend gut aus. Aufgrund des starken Finishes von Price kamen beide Kontrahenten am Ende auf 46 Prozent Doppelquote. Bei den 180ern war O'Connor (8) deutlich besser als Price (3).

Selbst das sonst so selbstbewusste Auftreten von Price fehlte diesmal über weite Strecken, der frühere Rugby-Spieler zeigte eine viel zu negative Körpersprache und schüttelte immer wieder mit dem Kopf.


Steigerung notwendig

"Ich habe mich das ganze Match über nicht gut gefühlt. Willie war wahrscheinlich der bessere Spieler", so Price weiter. "Ich habe mich noch nie bei einem Spiel so unwohl gefühlt, ich kam mit der Hitze auf der Bühne einfach nicht zurecht."

Die desaströse WM-Bilanz des Weltranglistendritten hätte sich also beinahe fortgesetzt. Bei fünf Teilnahmen an Weltmeisterschaften feierte Price erst seinen dritten Sieg. Der Waliser hatte eigentlich ein ganz starkes Jahr gespielt und gilt als größter Konkurrent von Titelverteidiger Michael van Gerwen.

In der dritten Runde gegen John Henderson muss sich Price nun deutlich steigern, um nicht früh die Segel streichen zu müssen.

Chisnall rettet sich in 3. Runde

Zuvor hatte sich Dave Chisnall nach hartem Kampf in die dritte Runde bei der Darts-WM 2020 gerettet.

"Chizzy" setzte sich gegen Vincent van der Voort mit 3:1 durch, profitierte dabei aber von der miserablen Checkout-Quote des "Dutch Destroyer".


So vergab van der Voort im ersten Satz gleich sechs Setdarts, auch anschließend ließ er mehrfach Möglichkeiten zum Leg- oder Satzgewinn aus. Am Ende kam der Niederländer auf magere 24 Prozent Doppelquote (7 von 29 erfolgreich), Chisnall schaffte starke 75 Prozent (9 von 12).

Beim Drei-Darts-Average waren beide Kontrahenten dagegen etwa gleichstark: Chisnall schaffte 93,1 Punkte pro Aufnahme, van der Voort kam auf 92,0.

Chisnall jetzt gegen de Zwaan

In der dritten Runde wartet auf den Weltranglisten-Zehnten "Chizzy" erneut ein Niederländer. Es geht gegen Jeffrey de Zwaan, der van-Barneveld-Bezwinger Darin Young mit 3:2 niedergerungen hatte.

Zuvor hatte sich Chris Dobey in die dritte Runde gezittert.

"Hollywood" schlug den Niederländer Ron Meulenkamp mit 3:2, verspielte dabei aber beinahe eine komfortable Führung.


Der 29-Jährige führte bereits mit 2:0-Sätzen, verfehlte plötzlich jedoch durchgehend die Doppelfelder und ließ Meulenkamp zurück ins Match kommen. Der glich zum 2:2 aus und hatte bei 2:0-Legführung zwei Matchdarts. Dobey erholte sich jedoch von seiner Schwächephase und verwandelte seinerseits seinen vierten Matchdart zum 4:2 im fünften Satz.


Duell mit Sherrock möglich

In der dritten Runde könnte der Engländer auf Fallon Sherrock treffen, die sich nach ihrem historischen Erstrundensieg am Samstag mit Österreichs Star Mensur Suljovic misst.


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Dobey spielte einen guten Average von 94,5 Punkten (Meulenkamp 90,0), bei der Checkout-Quote kam der Weltranglisten-22. auf 39,3 Prozent (Meulenkamp 31,3 Prozent).

Auch Danny Noppert steht in Runde drei. Der Niederländer besiegte Callan Rydz ebenfalls knapp mit 3:2. Bemerkenswert: Erst im zwölften Leg gelang das erste Break der Partie.


Alle Ergebnisse der Abendsession im Überblick:

2. Runde: Chris Dobey vs. Ron Meulenkamp 3:2
2. Runde: Danny Noppert vs. Callan Rydz 3:2
2. Runde: Dave Chisnall vs. Vincent van der Voort 3:1
2. Runde: Gerwyn Price vs. William O'Connor 3:2

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