Doncic zu stark: Erster Rückschlag für die Basketballer

Doncic zu stark: Erster Rückschlag für die Basketballer
Doncic zu stark: Erster Rückschlag für die Basketballer

Dämpfer gegen Doncic: Nach dem Durchmarsch ins Achtelfinale der Heim-EM haben die deutschen Basketballer trotz eines harten Fights ihre erste Niederlage kassiert. Durch das 80:88 (36:44) im Duell mit Europameister Slowenien um den starken NBA-Star Luka Doncic ließ das Team von Bundestrainer Gordon Herbert in Köln die Chance zum vorzeitigen Gruppensieg liegen und benötigt dafür nun beim Vorrundenfinale Schützenhilfe.

Schlagen die Slowenen, die zuletzt bei der Generalprobe in München noch klar den Kürzeren gegen die deutsche Mannschaft gezogen hatten (71:90), am Mittwoch auch Frankreich, ist ihnen Platz eins in Staffel B sicher. Unabhängig davon, wie die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) danach (20.30 Uhr/MagentaSport) gegen Ungarn spielt. Gelingt ein Sieg über das Schlusslicht, ist aber mindestens Platz zwei sicher - wichtig für die Ausgangslage vor der Finalrunde.

Neun Tage nach dem Aufeinandertreffen im Audi Dome in der WM-Qualifikation begann das Spiel für die Slowenen mit einem Schreckmoment. Center Mike Tobey landete nach dem ersten Sprungball auf dem Fuß des Schiedsrichters, knickte um und humpelte in die Kabine. Minuten später kam der gebürtige Amerikaner aber zurück.

Die deutsche Mannschaft hatte zunächst ganz andere Probleme. Nur einer der ersten neun Würfe aus dem Feld landete im Korb. Kapitän Dennis Schröder hatte wie schon zuletzt überhaupt kein Händchen von der Dreierlinie, den Slowenen gelang es früh, sich zweistellig abzusetzen (24:14/11. Minute).

Der Europameister war sichtlich heiß auf die Revanche für München. Besonders Doncic entnervte seine Gegenspieler und stand schon zur Pause bei 17 Punkten. Obwohl es im zweiten Viertel in der Offense des DBB-Teams etwas besser lief, wurde der Rückstand nicht kleiner.

"Wir haben Doncic nicht unter Kontrolle bekommen, das müssen wir auf jeden Fall besser machen in der zweiten Hälfte", sagte Johannes Thiemann bei MagentaSport: "Wir werden uns jetzt in der Kabine sammeln - und dann sieht es besser aus."

Der Start lief verheißungsvoll. Spielmacher Schröder versenkte einen Dreier, der im Krimi gegen Litauen (109:107 n.2.V.) so starke Franz Wagner verkürzte wenig später zum 50:52 (27.). Die Slowenen trafen in dieser Phase schwach, erholten sich aber.

Nach den Erfolgen über Frankreich, Bosnien-Herzegowina und Litauen drohte der erste Rückschlag, Doncic und Co. zogen wieder auf zehn Punkte davon (55:65/31.). Andreas Obst war jetzt immer wieder erfolgreich, doch die Slowenen um Topscorer Doncic (36 Punkte) hatten stets eine Antwort. Als Edo Muric an der Freiwurflinie nach einem unsportlichem Foul Schröders zum 86:80 traf, war das Spiel gelaufen.

Schröder, der nach seinem Einsteigen kurz vor Schluss vorzeitig in die Kabine musste, war in der Kölner Lanxess Arena vor rund 18.000 Zuschauern mit 19 Punkten bester Werfer der Gastgeber. Im Achtelfinale am Samstag (18.00 Uhr/MagentaSport) in Berlin geht es gegen ein Team aus der Parallelgruppe A mit Spanien und der Türkei.