Donuts in Abu Dhabi: Killer für Getriebe und Motor?

Norman Fischer
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Nach der Zieldurchfahrt in Abu Dhabi zelebrierten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die abgelaufene Formel-1-Saison noch einmal mit ein paar Donuts auf der Start- und Zielgeraden. Die Ingenieure schlagen bei solchen Bildern immer die Hände über dem Kopf zusammen, nach dem letzten Rennen wird das jedoch nicht mehr so ernst gesehen.

Denn Motor und Getriebe müssen nach dem Saisonfinale ohnehin nicht mehr verwendet werden. Diese werden dabei nämlich immer stark beansprucht. "Toll ist es nicht", sagt Mercedes-Chefstratege James Vowles auf die Frage, wie schädlich Donuts für die Komponenten sind.

"Wenn du dich im Kreis drehst, fährst du den Motor nah genug am Begrenzer", erklärt er. "Beim Getriebe kommt es darauf an, wie du die Leistung freigibst. Wenn du es schrittweise machst, ist es okay", so Vowles. Permanente Schäden am Getriebe habe man nicht gesehen, großartig sei es für das Konstrukt aber auch nicht.

"Unser Auto wurde nicht dafür gebaut, dass die Hinterreifen für 30 Sekunden bis eine Minute durchdrehen", sagt er. Zudem muss man im Hinterkopf behalten, dass Mercedes am Dienstag danach noch den Young-Driver-Test mit dem Auto absolvieren musste.

Aber kein Problem: Das Auto wurde mit anderen Komponenten als am Rennwochenende wieder aufgebaut.

Und während Hamilton und Bottas auf der Zielgeraden in Abu Dhabi Donuts zelebrierten, fehlte einer dabei: Rennsieger Max Verstappen verzichtete darauf. Mercedes fragte daraufhin kurzerhand mal bei Red Bull nach, wieso eigentlich. "Ich denke, es war ein Kommunikationsfehler", sagt Vowles. "Sie hatten es vergessen und Verstappen ist nicht in den Grid gefahren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.