DOSB reagiert auf Maier-Vorstoß

·Lesedauer: 2 Min.
DOSB reagiert auf Maier-Vorstoß
DOSB reagiert auf Maier-Vorstoß

Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), hat nach dem Vorstoß von DSV-Alpinchef Wolfgang Maier Verständnis für Bedenken bezüglich möglicher Manipulationen durch gefälschte PCR-Tests bei den anstehenden Winterspielen gezeigt.

Allerdings verwies der Chef de Mission des deutschen Olympia-Teams in Peking auf die positiven Erfahrungen bei den vergangenen Sommerspielen in Japan.

„Das IOC (Internationales Olympisches Komitee; Anm. d. Red.) hat uns deutlich erklärt, dass es ? wie in Tokio ? eine internationale Expertengruppe ist, die konkret entscheidet über die Abläufe im COVID-Fall. Wir kennen die Prinzipien aus Tokio, die auch in Peking Anwendung finden“, sagte Schimmelpfennig im Interview mit dem Deutschlandfunk.

Maier hatte in verschiedenen Interviews mit schreibenden Medien und im TV geäußert, die Aktiven seien in Peking einer "Willkür" bei den Auswertungen der Coronatests ausgesetzt. Schimmelpfennig sprach zum derzeitigen Zeitpunkt von "Spekulationen".

Maier fordert klare Regeln bei Coronatests in China

Maier beklagte unter anderem die Festsetzung des sogenannten CT-Wertes. Je höher dieser ausfällt, desto geringer ist die Viruslast. In China liegt der kritische Wert bei 40, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines positiven Befundes höher ist als in Deutschland, wo das Robert-Koch-Institut eine "Entisolierung" betroffener Personen ab einem Wert von 30 empfiehlt.

Schimmelpfennig äußerte seine Hoffnung, der CT-Wert bei den Spielen (4. bis 20. Februar) werde in einen Bereich "um die 35, um die 32" gesenkt. Entsprechende Gespräche mit dem IOC fänden statt. Man sei aber an die Vorgaben der chinesischen Gesundheitsbehörden gebunden.

Angesprochen auf den unterschiedlichen Umgang mit dem Datenschutz, sagte Schimmelpfennig, dass den Funktionären und Sportlern „bewusst sein“ müsse, dass mit dem Datenschutz in China anders umgegangen werde, als dies in anderen Ländern der Fall sei. Ein Boykott sei aber keine Lösung, weil die Sportlerinnen gerne in Peking an den Start gehen wollten. Vielmehr müsse man lernen, wie man gut mit den Einschränkungen umgehen könne.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.