DOSB sieht in jüngster Doping-Studie keine Gefahr für Reform

SID
DOSB sieht in jüngster Doping-Studie keine Gefahr für Reform

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sieht in den jüngsten Doping-Geständnissen früherer Leichtathleten aus der BRD keine Gefahr für seine Reform zur Spitzensportförderung. "Bei allen aktuellen Diskussionen zur langfristigen Entwicklung des deutschen Leistungssports wird die Anti-Doping-Arbeit und deren weltweite Umsetzung natürlich berücksichtigt", teilte der DOSB auf SID-Anfrage mit.
Die Reform zur Leistungssportförderung ist stark nach Erfolg und Medaillengewinnen ausgerichtet und könnte so zu weiterem Doping-Missbrauch führen. Der DOSB wiegelte ab. Sinn der Reform sei es, "die Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten so zu gestalten, dass sie ihre Potenziale ausschöpfen können", hieß es. Deshalb auch würden viele Kriterien in die Bewertung der Sportförderung einfließen wie Duale Karriere, Nachwuchskonzept, Trainersituation sowie Aus- und Fortbildung.
Generell begrüßte der DOSB die Veröffentlichung der Studie, die dazu beitragen könne, weitere Klarheit über die Doping-Vergangenheit im Westen Deutschlands zu bekommen. "Der DOSB begrüßt jede weitere Initiative, auch in anderen Sportarten konkret in der Doping-Vergangenheit zu forschen", hieß es.
In der Doktorarbeit des Pharmazeuten Simon Krivec (Krefeld) hatten unter anderem 31 bundesdeutsche Leichtathleten zugegeben, in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren anabole Steroide genommen zu haben. Die ehemaligen Diskuswerfer Alwin Wagner und Klaus-Peter Hennig hatten Krivec erlaubt, ihre Namen in der Studie zu nennen.





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