Drama um Wentz - Seahawks dominieren in Philly

Sport1

Diesmal war Nick Foles nicht zur Stelle.

Carson Wentz wird immer mehr zu der tragischen Figur der NFL-Playoffs. Bei der 9:17-Pleite im letzten Wildcard Game gegen die Seattle Seahawks schaffte der Quarterback der Philadelphia Eagles nicht einmal ein Viertel.

Nach einem unabsichtlichen Kopftreffer mit dem Helm von Seattles Jadeveon Clowney blieb Wentz zunächst noch kurz im Spiel, musste aber schon bald wegen Verdachts auf eine Kopfverletzung in die Kabine und kam nicht zurück.

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"Ich bin so enttäuscht. Ich wollte das unbedingt für ihn, viele seiner Teamkollegen auch. Er hat sich schon durch so viel durchgekämpft", zeigte sich Eagles-Coach Doug Pederson sichtlich emotional.


Wieder Pech in den Playoffs für Wentz

Vor zwei Jahren hatte Wentz nach einer Knie-OP zusehen müssen, wie Nick Foles Philly in den Super Bowl führte und die New England Patriots schlug. 2018 fehlte er wegen einer Rückenverletzung im Wildcard-Spiel bei den Chicago Bears - wieder war Foles zur Stelle.

Der spielt aber inzwischen in Jacksonville, sodass Ersatzmann Josh McCown einen NFL-Rekord aufstellte, der so schnell wohl nicht gebrochen wird. Der 40-Jährige wurde zum ältesten Quarterback, der sein Playoff-Debüt feierte.

Gegen die herausragende Defense der Seahawks brachte er allerdings kaum einmal eine längere Angriffsserie auf die Reihe.

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Lynch gelingt Touchdown - Eagles machen Fehler

Eine Minute vor der Pause ging Seattle durch den Touchdown von Comebacker Marshawn Lynch mit 10:3 in Führung. Spielmacher Russell Wilson lieferte mit 325 Yards eine starke Partie ab und war mit 45 Yards auch der gefährlichste Läufer der Gäste.

Als McCown zu Beginn der zweiten Hälfte doch einmal mit einem langen Pass auf Tight End Zach Ertz aufzeigte, kamen die Eagles bis an die 5-Yard-Line, aber ein Fehlstart, ein verpatzter Snap und ein Sack machten den Drive kaputt.


Metcalf und Wilson mit dem Big Play

Wenig später gelang Wilson mit einem 53-Yards-Touchdown auf den überragenden Rookie D.K. Metcalf (160 Yards) das ersehnte Big Play und der letztlich vorentscheidende Touchdown.

"Es ist aufregend, einen jungen Burschen zu sehen, der so dominiert. Viele Leute haben gesagt, er könne keine Routen laufen, er hat es einigen gezeigt", sagte Teamkollege Quinton Jefferson.

In der Schlussphase bekam Philly noch zwei Chancen, scheiterte aber beide Male in der gegnerischen Hälfte bei vierten Versuchen. Zwei Minuten vor Schluss sorgte Clowney passenderweise mit dem siebten Sack der Seahawks für die Entscheidung.

"Ich habe es einfach nicht hinbekommen", sagte McCown (18 von 24 für 174 Yards).

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Seahawks treffen nun auf die Packers

Clowneys Hit gegen Wentz wurde von den Schiedsrichtern im Übrigen als legal bewertet, da Wentz als Ballträger unterwegs war und der Helmkontakt von Clowney unabsichtlich war. "Ich wollte ihn nicht verletzen und hoffe, er ist okay", sagte Clowney im Anschluss.


Die Seahawks reisen in der Divisional Round nun nach Green Bay und treffen dort auf Aaron Rodgers und die starken Packers. "Wir erwarten Schnee", witzelte Wilson: "Hier in den Osten zu kommen, und den Job zu erledigen, ist ein gutes Gefühl. Wir sind Road Warriors. Es ist aufregend und wir haben eine großartige Defense."

Die Packers dürften in jedem Fall gewarnt sein.


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