Drechsler spricht sich für Olympische Spiele 2036 in Berlin aus

SID
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Drechsler spricht sich für Olympische Spiele 2036 in Berlin aus
Drechsler spricht sich für Olympische Spiele 2036 in Berlin aus

Die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler (56) hofft auf eine Bewerbung Berlins für die Sommerspiele 2036. "Der Berliner Sport braucht dieses Ziel Olympia", sagte Drechsler in ihrer Funktion als Mitglied des Berliner Landesverbandes der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG): "Wer, wenn nicht Berlin, hätte Chancen, endlich wieder mal Spiele nach Deutschland zu holen? Ich wünsche mir sehr, dass der Berliner Sport sich jetzt voll dafür engagiert."

100 Jahre nach den Nazi-Spielen von Berlin sei "wahrlich kein unkompliziertes Datum", bekannte Richard Menz, DOG-Präsident in Berlin, aber es könne "auch gerade deshalb eine große Chance für Deutschland sein". Nach der gescheiterten Rhein-Ruhr-Initiative für 2032 tue sich vier Jahre später ein Fenster für eine deutsche Bewerbung auf, "und es wäre sehr kurzsichtig, wenn Deutschland diese Chance nicht mit seiner attraktiven Metropole Berlin wahrnehmen würde", so Menz.

Die Vorbehalte gegen die Spiele 2036 in Deutschland sind allerdings groß. Horst Seehofer (CSU), als Bundesinnenminister für den Sport zuständig, befürchtete eine "unsägliche internationale Debatte", sein Parteifreund Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sagte zuletzt, ihm fehle die "Fantasie" für eine Bewerbung. Die Sommerspiele 2032 gehen voraussichtlich nach Brisbane/Australien.