Drei Jahre nach Flugzeug-Tragödie: Chapecoense steigt ab

Drei Jahre nach Flugzeug-Tragödie: Chapecoense steigt ab
Drei Jahre nach Flugzeug-Tragödie: Chapecoense steigt ab

Fast auf den Tag genau drei Jahre nach der verheerenden Flugzeug-Tragödie, bei der fast die gesamte Mannschaft von Chapecoense ums Leben kam, muss der brasilianische Fußballklub den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Nach dem 0:1 (0:0) gegen Botafogo FR aus Rio de Janeiro sind es bei noch drei ausstehenden Spieltagen uneinholbare zehn Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.
In der Nacht zum 29. November 2016 war der Charterflieger, der das Team zum Final-Hinspiel in der Copa Sudamericana gegen Atletico Nacional in Kolumbiens Metropole Medellin bringen sollte, kurz vor der Landung mit leergeflogenen Treibstofftanks an einem Berghang zerschellt. Für 71 der 77 Insassen, darunter 19 Spieler, 14 Mitglieder des Trainerstabes und neun Personen aus der Klubführung, war es ein Flug in den Tod.
Der Klub aus dem nur 166.000 Einwohner zählenden Chapeco, der zwischen 2009 und 2013 aus der vierten in die erste Liga marschiert war, sollte ursprünglich nach der Katastrophe eine Nicht-Abstiegsgarantie von drei Jahren bekommen, lehnte damals aber das Angebot der Konkurrenz ab.
Nach immerhin Platz acht im ersten Jahr nach dem Unglück rettete sich Chapecoense im Vorjahr als Tabellen-14. noch gerade so eben. Diesmal reichte es für den derzeitigen Vorletzten dagegen nicht mehr.
Von den drei Spielern, die den Absturz überlebt haben, ist einzig Alan Ruschel noch aktiv, wechselte aber im August zum Liga-Rivalen EC Goias. Helio Neto war zwar wieder ins Training eingestiegen, konnte aber wegen ständiger Schmerzen seine Karriere nicht fortführen. Jakson Follmann, dessen rechter Unterschenkel teilamputiert werden musste, macht sich derzeit als Sänger in der Talentshow Popstar einen Namen.




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