Drei KTM in den Top 10: Oliveira und Binder mischen im Verfolgerfeld mit

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 3 Min.

KTM fuhr beim Grand Prix von Europa in Valencia mit allen drei Motorrädern in die Top 10. Während Pol Espargaro als Dritter auf dem Podium jubelte, fuhr Miguel Oliveira als Fünfter über die Ziellinie und Brad Binder als Siebter. Iker Lecuona fehlte in Valencia, weil er sich in Quarantäne begeben musste, nachdem sein Bruder einen positiven Coronatest hatte.

Bis Halbzeit des Rennens fuhr Oliveira auf dem vierten Platz und hatte seinen Markenkollegen vor ihm in Sichtweite. Aber dann wurde der Portugiese in der 15. Runde von Takaaki Nakagami (LCR-Honda) überholt und musste in der Folge etwas abreißen lassen.

"In den letzten neun Runden hatte ich Mühe, genug Druck auf den Vorderreifen zu bekommen", berichtet Oliveira. "Als die Benzinmenge abnahm und das Motorrad leichter wurde, fühlte es sich anders als zu Beginn an."

"Als mich Nakagami überholt hat, versuchte ich ihm zu folgen. Für drei Runden klappte das auch, aber es war riskant und ich konnte nicht mehr machen. Es war schwierig, weil ich ein paar Mal fast gestürzt wäre. Deshalb musste ich langsamer machen, um das Motorrad ins Ziel zu bringen."

Spielberg-Sieger Oliveira sieht KTM auch für Valencia 2 gut aufgestellt

Spielberg-Sieger Oliveira sieht KTM auch für Valencia 2 gut aufgestellt<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Spielberg-Sieger Oliveira sieht KTM auch für Valencia 2 gut aufgestelltMotorsport Images

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Trotzdem ist der Fahrer vom Tech-3-Team insgesamt zufrieden: "Das sind kleine Details, die man mit etwas mehr Zeit im Trockenen lösen kann. Es war aber eine gute Erfahrung für nächstes Wochenende, wo wir es etwas besser machen wollen."

Zum Schluss wurde Oliveira noch von Jack Miller (Pramac-Ducati) eingeholt. Diesen sah er aber nicht als Gefahr: "Ich wusste, dass er aufholt, aber ich hatte noch genug, um die Distanz zu managen. Ich habe mich dazu entschieden, auf Sicherheit zu fahren und Daten für das nächste Wochenende zu sammeln."

Binder muss auch dem gestürzten Crutchlow ausweichen

Binder musste im Rennen einmal durch die Long-Lap-Penalty fahren, weil er zuletzt in Aragon 2 den Startunfall mit Miller ausgelöst hatte. Der Sieger von Brünn trat diese Strafe in der vierten Runde an und fiel dadurch auf Platz 16 zurück.

Dann zeigte Binder eine Aufholjagd und arbeitete sich in die Top 10. "Durch die Long-Lap-Penalty habe ich zwei bis zweieinhalb Sekunden verloren. Als Cal gestürzt ist, musste ich ausweichen, weil das Motorrad genau in meinen Weg gerutscht ist. Dadurch habe ich weitere Sekunden verloren."

Trotz Strafe zeigte Brad Binder eine starke Aufholjagd

Trotz Strafe zeigte Brad Binder eine starke Aufholjagd<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Trotz Strafe zeigte Brad Binder eine starke AufholjagdMotorsport Images

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"Zu Beginn war ich zu langsam, weil ich nicht genug Runden im Trockenen hatte. In den ersten Runden wusste ich nicht genau, wo ich bremsen muss und wie die perfekten Linien sind. Dann wurde es besser."

"Es war dann aber schon zu spät, auch wenn ich die Long-Lap-Penalty nicht gehabt hätte. Mit meiner Pace bin ich sehr zufrieden. Ich konnte wieder aufholen. Deswegen freue ich mich darauf, hoffentlich am kommenden Wochenende ein starkes Rennen zu haben."

Da Honda-Pilot Alex Marquez zum zweiten Mal hintereinander gestürzt ist, führt Binder nun wieder die Wertung bester Rookie des Jahres an. Es bleibt aber spannend, denn sein Vorsprung auf Marquez beträgt lediglich neun Punkte.

Ist dieser Titel Binders Ziel bei den verbleibenden beiden Grands Prix? "Das wäre ein Bonus und natürlich fantastisch, wenn mir das gelingen würde. Diesmal habe ich ein paar Punkte gesammelt, während Alex leider gestürzt ist. Es gab in diesem Jahr aber einige Rennen, in denen ich auch gestürzt bin. Ich denke, wir können die Saison stark beenden."

In der Fahrer-WM ist Espargaro als Siebter der bestplatzierte KTM-Fahrer. Oliveira ist auf Platz zehn und Binder auf Rang zwölf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.