Dresden auf Rang zwei - Cowboys sichern Klassenerhalt

Football Aktuell
Sport1

Die Dresden Monarchs haben sich auf auf Rang zwei in der GFL Nord vorgeschoben.

Die Sachsen gewannen am Samstag das wichtige Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten Hildesheim Invaders mit 31:14. Im Anschluss an die Partie gaben die Hildesheimer bekannt, sich von Head Coach Matt LeFever, Offensive Coordinator Matt Crockett und Defensive Coordinator Winston Huggins zu trennen.

"Die Mannschaft hat sich nicht so präsentiert, wie wir das erwarten. Das ist eine Entwicklung, die wir schon länger beobachtet haben und der wir nun nicht mehr zusehen konnten", so Invaders-Geschäftsführer Frank Meyer. Die Hildesheimer hatten vor der Saison mit einer Vielzahl hochkarätiger Neuverpflichtungen überrascht, stehen auch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den Playoffs um die deutsche Meisterschaft.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige


Hildesheim mit dritter Pleite in Folge

Der Anlauf auf Rang eins im Norden war aber mit einer klaren 0:37-Heimniederlage gegen Braunschweig gescheitert, danach verlor die Mannschaft auch in Köln ohne einen einzigen Punkt. Die dritte Niederlage in Folge in Dresden könnte die Hildesheimer nun den zweiten Platz und damit das Heimspiel im Viertelfinale kosten.

Das Spiel in Dresden hatte in der ersten Halbzeit nur wenig offensive Akzente zu bieten. Bei den Hildesheimern spielte erstmals seit seiner Knöchelverletzung aus dem Spiel gegen Braunschweig wieder Casey Therriault als Quarterback. Die Dresdner hatten nach den Erkenntnissen ihres Gastspiels in Berlin nicht unerwartet Glen Cuillette den Vorzug als Spielmacher vor Zack Greenlee gegeben. Doch sowohl Cuillette als auch Therriault benötigten lange, um in die Partie zu finden.

Jetzt aktuelle NFL-Fanartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE

Nach dem ersten Seitenwechsel aber war Cuillette langsam in Fahrt gekommen. Mit einem kurzen Pass auf KeVonn Mabon brachte er die Dresdener mit 10:0 in Front. Der Gegenzug der Hildesheimer endete schnell, als Antoni Omondi einen Therriault-Pass abfing. Cuillette fackelte nicht lange und bediente erneut Mabon zum 17:0.

Dresden kann Platz zwei in Berlin sichern

Es war eine Vorentscheidung, auch wenn die Invaders ab da wesentlich besser in die Partie fanden. Mit präzisen Pässen steuerte nun auch Therriault seinen Angriff bis kurz vor die Endzone. Die letzten Schritte zum Anschluss-Touchdown lief dann Philip Gamble. Darauf hätten die Gäste in der zweiten Hälfte womöglich aufbauen können, doch 18 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ließ KeVonn Mabon eine spektakuläre Energieleistung folgen. Von Cuillette kurz angespielt, nahm er den Ball an der Mittellinie auf, schüttelte einen Tackler nach dem anderen ab und schaffte es zum 24:7 in die Endzone.

Es war nicht der letzte Tiefschlag für die Hildesheimer. Im dritten Viertel sprintete für sie Nate Morris in die Endzone - bereits an der 5-Yard-Linie ließ er mit dem "Victory-V" seiner Freude freien Lauf. Die Schiedsrichter sahen es als verbotene Schadenfreude, erkannten den Touchdown nicht an, und die Invaders mühten sich danach vergeblich, den Ball durch Dresdens starke Goal Line Defense hindurch zu bringen. Statt 24:14 stand es so bald 31:7, als Cuillette kurz vor dem letzten Seitenwechsel Cheikhou Sow zum nächsten Touchdown bediente.

Dresden hat nun sein Schicksal in der eigenen Hand. Am kommenden Samstag würde ein Sieg gegen die Berlin Rebels den zweiten Platz endgültig sichern. Eine Niederlage allerdings könnte die Monarchs noch auf Platz vier in der Tabelle abrutschen lassen. Denn trotz leichten Schwierigkeiten in der ersten Hälfte siegten die Berliner in Kiel mit 21:9.


Nach Ballverlusten der Berliner hatten die Baltic Hurricanes dabei zur Pause eine überraschende 9:7-Führung mit in die Kabinen nehmen können. Doch die Rebels konnten im Schlussviertel mit Touchdowns von Jason Harris und Andreas Betza die entscheidenden Touchdowns erzielen.

Kirchdorf muss in Relegation

In der GFL Süd fiel die Entscheidung über den Gang in die Relegation. Mit einem 24:17-Heimsieg gegen die Ingolstadt Dukes schicken die Munich Cowboys die Kirchdorf Wildcats in die Relegation und sicherten sich selbst den Klassenerhalt. Dass sie wussten, was auf dem Spiel stand, demonstrierten die Gastgeber von Beginn an. Schon nach dem Kickoff erkämpften sie sich sofort den Ball vom Return Team der Dukes und begannen ihren ersten Angriff tief in deren Hälfte. Nach knapp eineinhalb Minuten brachte ein Pass von Quarterback Brady Bolles auf Kai Silbermann sie in Führung.

Einmal glichen die Ingolstädter später auf 10:10 aus, aber auch danach bewiesen die Münchner, dass der Wille Berge versetzen kann. Direkt im Gegenzug fand zunächst Running Back Elliott Jeffcoat die Lücke in der Dukes-Verteidigung und trug den Ball über rund 80 Yards zum 17:10. Danach holten die Münchner sich das Angriffsrecht mit einem Onside Kick sofort wieder zurück - und dies, obwohl der erste Anlauf von den Schiedsrichtern zurückgepfiffen wurde.


Aber auch ohne das Überraschungsmoment klappte es im zweiten Versuch. Später fing Jacob Wuesthoff für die Gastgeber seine zweite Interception des Tages, und statt ein Field Goal zu kicken, passte Kicker Robert Werner zum Abschluss der folgenden Angriffsserie in einem vierten Versuch auf Marcos Schlabitz, der die Führung auf 24:10 ausbaute.


Playoff-Chance für Ingolstadt dahin

Für Ingolstadt ist damit die letzte Playoff-Chance dahin. Nach dem 26:71 der Allgäu Comets im Hinspiel gegen Schwäbisch Hall steht wohl außer Frage, dass auch das Rückspiel eine klare Sache für die Unicorns werden dürfte. Damit wären die Stuttgart Scorpions der vierte Playoff-Teilnehmer der GFL Süd. Die Scorpions präsentierten sich auch endlich wieder in Form.


Beim Heimspiel gegen Vizemeister Frankfurt Universe lag man nach drei Touchdown-Pässen von Quarterback Michael Eubank in den Schlusssekunden vorn - ehe Frankfurts Kicker Max Siemssen doch noch zum 26:24 traf.

Die GFL auf SPORT1 - powered by Football Aktuell

Lesen Sie auch