"DTM viel zu teuer": Scherer fährt für Meisterteam 24 Stunden von Le Mans

Markus Lüttgens
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Nach nur einer Saison ist die DTM-Karriere von Fabio Scherer schon wieder beendet. Der Schweizer, der in der vergangenen Saison für WRT-Audi gefahren war, wechselt in die Langstrecken-WM (WEC). Scherer wird dort in der LMP2-Klasse für das Meisterteam United Autosports fahren.

Seine Teamkollegen werden der Brite Phil Hanson und der frühere DTM-Pilot Filipe Albuquerque sein, die 2020 den Titel in der LMP2 und auch die Klassenwertung beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hatten. United Autosports wurde 2009 unter anderem vom aktuellen McLaren-CEO Zak Brown gegründet.

"Ich habe diese neue Richtung eingeschlagen, weil ich dort für mich ganz klar die Zukunft sehe", wird Scherer von 'AutoSprintCH' zitiert. Die LMP2-Klasse sieht der 21-Jährige dabei als Einstieg in die Langstreckenszene. Mittelfristig peilt Scherer einen Start in der neuen Top-Klasse LMDh an, in der sich unter anderem Audi und Porsche engagieren.

Ein Verbleib in der neuen GT3-DTM war für Scherer hingegen keine Option - auch aus finanziellen Gründen: "Bei der DTM ist alles noch sehr unklar und einfach viel zu teuer, da die Werke die Teams nicht mehr unterstützen werden", sagt Scherer.

Der Schweizer war 2020 nach vier Jahren im Formelsport in die DTM gewechselt. Für WRT-Audi war er in 18 Saisonrennen nur zweimal als jeweils Fünfter in die Punkteränge gefahren. Für Schlagzeilen hatte Scherer gesorgt, als er im Rahmen des Saisonauftakts in Spa-Francorchamps als erster DTM-Pilot die Schallmauer von 300 km/h geknackt hatte.

Nun will er in der WEC den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere machen. "Mit den amtierenden Meistern und Le-Mans-Siegern Phil Hanson und Filipe Albuquerque ein Team zu bilden, ist eine großartige Gelegenheit", sagt Scherer. "Die WEC ist eine der bekanntesten und konkurrenzfähigsten Meisterschaften und Le Mans wird das Highlight meiner bisherigen Rennfahrerkarriere sein."

Mit Bildmaterial von ITR.