Fährt Kubica bald in der DTM?

Motorsport-Total.com
Sport1


Fährt Robert Kubica 2020 in der DTM? Der Pole testete vergangenen Dezember beim Young-Driver-Test das DTM-Auto von BMW, unterschrieb aber kurz vor Jahresende einen Vertrag bei Alfa Romeo als Formel-1-Ersatz-, Test- und Entwicklungsfahrer. Seitdem ist es auffällig ruhig geworden um den 35-Jährigen.

In den Sozialen Netzwerken haben DTM-Fans bereits gemutmaßt, dass Kubica durch seinen Formel-1-Werksvertrag bei Alfa Romeo als BMW-Werksfahrer in der DTM aus dem Rennen ist. Das ist laut Informationen von Motorsport-Total.com nicht der Fall: Der Alfa-Romeo-Vertrag würde es Kubica grundsätzlich erlauben, bei BMW in der DTM zu fahren.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Wie es diesbezüglich in München aussieht? Das sechste BMW-Werkscockpit ist nicht einzige Variante, die derzeit bei Kubica in der DTM infrage kommt.

So könnte Kubica ein BMW-Kundenteam ermöglichen

Durch die Unsicherheit über die DTM-Zukunft von Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport hat auch das Thema Kundenteam bei BMW wieder an Bedeutung gewonnen. Und da Kubica mit der polnischen Mineralölfirma Orlen einen potenten Geldgeber im Rücken hat, könnte das Team so finanziert werden. Eine Überlegung ist also, dass Kubica 2020 tatsächlich in einem privat eingesetzten BMW M4 an den Start geht.

Doch was sagt Kubica selbst über ein mögliches Doppelprogramm als Formel-1-Test- und DTM-Einsatzfahrer? "Rennfahren hatte für mich immer Priorität - deswegen bin ich Rennfahrer geworden", so Kubica gegenüber dem polnischen Sender TVP Sport.

"Ich war zwar auch Rallyefahrer, aber eigentlich ist es das Rennfahren, das in meiner DNA liegt. Das ist immer noch mein Ziel. Jetzt ist die Situation aber anders, denn ich muss zwei Programme kombinieren. Und das ist nicht einfach, nicht nur was Zeit und meine Verpflichtungen angeht. Es gibt noch andere Aspekte, nicht nur meine eigenen."

Lässt sich Kubicas Formel-1-Job mit der DTM vereinbaren?

Die Anforderungen, als Einsatzfahrer an den Start zu gehen, seien größer als man denke, betont Kubica. "Man steigt nicht einfach am Sonntag ein und dann wieder aus. Man hat mehrere Verpflichtungen, denen man gerecht werden muss. Und wenn man zwei Programme hat, dann hat man doppelt so viele Verpflichtungen."

Tatsächlich gibt es drei Überschneidungen zwischen dem DTM- und dem Formel-1-Kalender: Das DTM-Rennen in Anderstorp findet am gleichen Wochenende wie der Montreal-Grand-Prix statt, das gleiche gilt für die Rennen in Monza: Das DTM-Rennen im königlichen Park kollidiert mit Le Castellet, das Formel-1-Rennen mit der DTM in Assen.

"Ich werde bei praktisch jedem Rennen sein", sagt Kubica über sein Arbeitspensum in der Formel 1. "Und wenn ein Fahrer ausfällt, dann werde ich ihn ersetzen." Ist damit ein Wechsel in die DTM ausgeschlossen? Nicht, wenn es nach Daniel Obajtek, Präsident von Sponsor Orlen, geht. "Das ist Roberts Sache", sagt er bei TVP Sport. "Wir sagen nicht nein, Robert sagt auch nicht nein, aber wir werden sehen. Vielleicht gibt es bald Neuigkeiten."

© Motorsport-Total.com

Lesen Sie auch