Ducati über V4R-Werkseinsatz in Suzuka: "Es wäre traumhaft"

Sebastian Fränzschky

Yamaha, Suzuki, BMW, Kawasaki und Honda geben aktuell den Ton in der Langstrecken-WM an. Ducati spielt seit vielen Jahren eine Außenseiterrolle. Die Mannschaft von Denis Hertrampf setzt in der Saison 2019/2020 auf die neue Panigale V4R und erhält Unterstützung von der Ducati-Rennabteilung. Mit dem ERC-Endurance-Team kam ein zweites Ducati-Team hinzu. Doch wie stehen die Chancen für ein eigenes Werksteam?

"Im Moment gibt es keine Pläne für ein eigenes Projekt", erklärt Ducati-WSBK-Teamchef Serafino Foti im Gespräch mit 'Motorsport.com'. Über Hertrampf sammelt Ducati einige Informationen für ein mögliches Werksprojekt in der Zukunft.

"Wir helfen dem Team. Sie haben bei uns nachgefragt, ob wir ihnen bei der Elektronik und dem Motorrad allgemein helfen können. Aber es ist ein privates Team. Die Situation ist ähnlich wie bei den Kundenteams in der Superbike-WM. Wir helfen Barni, Go-Eleven und Brixx. Die Zusammenarbeit mit dem Team in der Langstrecken-WM ist neu", schildert Foti.

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Serafino Foti würde die japanischen Hersteller gern in Suzuka herausfordern

Serafino Foti würde die japanischen Hersteller gern in Suzuka herausfordern <span class="copyright">LAT</span>
Serafino Foti würde die japanischen Hersteller gern in Suzuka herausfordern LAT

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"Wir möchten sehen, welches Potenzial das V4-Bike in dieser Meisterschaft hat", bemerkt der Italiener. Im Sommer machte Ex-Superbike-Weltmeister Ben Spies Schlagzeilen, als er mit einem Start in Suzuka liebäugelte und eine Art Dream-Team mit Troy Bayliss vorschlug zur News.

"Das ist eine tolle Idee. Momentan ist es aber nur ein Gerücht", kommentiert Foti. "Suzuka ist eines der berühmtesten Rennen. Momentan gibt es keine Pläne für ein Programm. Wenn man in Suzuka antritt, dann muss man auch ein gutes Ergebnis erzielen."

"Es wäre natürlich toll. Es wäre auch für uns traumhaft. Wir sind noch nicht bereit dafür", erklärt der Ducati-Manager. Grundsätzlich ausschließen möchte Foti das Thema Ducati-Werksteam in der Langstrecken-WM aber nicht: "Im Moment gehen wir Schritt für Schritt vor. Aber warum nicht in der Zukunft?"

Mit Bildmaterial von Hertrampf Racing.

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